Zum 15-jährigen Bestehen von Mediaplus Austria waren Managing Partner Ronnie Hochmayer und Generalmanagerin Verena Kehr zu Gast bei „Agency Log – dem Logbuch der heimischen Agenturszene“. Im Gespräch mit Moderator Chris Radda blickten sie auf die Entwicklung der Agentur zurück – von den Anfängen als kleiner Ableger der deutschen Mediaplus-Gruppe bis zur heutigen Position in der „Oberliga“ der österreichischen Mediaagenturen. „Begonnen hat alles in der Mariahilfer Straße“, erinnert sich Hochmayer. Damals sei man „eine winzige Mediaagentur“ gewesen, heute arbeitet ein 44-köpfiges Team für nationale wie internationale Kunden.
Hochmayer beschreibt die vergangenen 15 Jahre als Phase intensiver Entwicklung. „Es war wirklich ein aufregender Ritt, eine ganz spannende Reise“, sagt er. Er selbst sei der erste Mitarbeiter gewesen. Was ihn letztlich überzeugt habe, sei der Innovationsanspruch der Gruppe gewesen. „Die Mediaplusgruppe hatte schon damals einen eigenen USP und war stark vom Thema Innovation und Forschung getrieben.“ Dieser Spirit habe sich bis heute gehalten.
Ein zentraler Erfolgsfaktor sei dabei die besondere Unterstützung durch die internationale Gruppe gewesen. „Wir durften uns immer das nehmen, was wir für Österreich gebraucht haben“, sagt Hochmayer im Interview. Gleichzeitig habe man bewusst auf Dinge verzichtet, „die man nicht unbedingt gebraucht hat“. Diese Freiheit habe es ermöglicht, organisch zu wachsen und gleichzeitig die eigene Kultur zu bewahren. „Wir haben es geschafft, größer zu werden, ohne unseren Spirit zu verlieren“, so Hochmayer im Rückblick.
„Das Herz hängt dran“
Auch Verena Kehr hat den Aufbau der Agentur über viele Jahre begleitet. „Ich war tatsächlich die fünfte Mitarbeiterin“, sagt sie. Über elf Jahre an der Entwicklung mitzuwirken, sei für sie mehr als ein Job gewesen. „Da hängt natürlich das eigene Herz dran“, sagt Kehr. Besonders prägend seien die gemeinsamen Meilensteine gewesen. „Es war eine wahnsinnig schöne Aufgabe“, so Kehr. „Es gab wichtige Milestones, die wir gemeinsam gefeiert haben, die 15-Jahres-Feier war dabei ein sehr wichtiger weiterer Zwischenschritt.“
Zahlreiche Preise
Im Laufe der Jahre wurde Mediaplus Austria auch mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie Radda im Gespräch festhält. „Die Preise sind aber kein Selbstzweck“, betont Hochmayer jedoch. Preise seien kein Ziel an sich, sondern Ergebnis einer Haltung. „Es geht darum, diesen Geist von Innovation, Kreativität und Neugier in jeden Mediaplan einzubringen.“ Gleichzeitig hätten Auszeichnungen auch eine interne Wirkung: „Gemeinsam zu feiern macht einfach großen Spaß.“ Um diesen Anspruch dauerhaft zu sichern, investiert die Agentur gezielt in Innovation. Hochmayer verweist auf ein eigenes Team für Business Innovation. „Das ist die Weiterentwicklung des gesamten Angebots“, erklärt er. Dabei gehe es nicht nur um Effizienz, sondern um Wirkung. „Nicht nur einen Plan nach Kostenleistung zu machen, sondern mehr Ideen reinzubringen, um mehr Wirkung zu erzeugen.“
Die Veränderungen in der Mediaplanung seien dabei enorm gewesen. „Das ist uns sicher nur durch Fokus gelungen“, sagt Kehr. Neue Prozesse, neue Formate und ein starkes Team seien entscheidend gewesen. „Wir haben Formate entwickelt, die darauf abzielen, die Durchdringung im Markt durch besondere Inszenierungen zu fördern“, betont Kehr. Kreative Mediaplanung sei heute untrennbar mit struktureller Weiterentwicklung verbunden.
Wichtig: Kundenbindung
Ein weiteres Markenzeichen der Agentur ist die langfristige Kundenbindung. „Wir waren immer sehr nah am Kunden dran“, sagt Kehr. Besonders im Tourismus habe man über Jahre hinweg Know-how aufgebaut. Gleichzeitig setze Mediaplus Austria bewusst auf eine Mischung aus internationalen und regionalen Kunden. „Wir haben auch sehr viele lokale Kunden, wie Schlumberger“, so Kehr.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehen Hochmayer und Kehr realistisch. „Den Marktdruck spürt man“, sagt Kehr. Unsicherheit präge derzeit viele Entscheidungen. Gleichzeitig werde Marketing in solchen Phasen oft unterschätzt, meint Hochmayer. Und: „Marketing und Investitionen ins Marketing können aber Innovationsinvestitionen sein.“ Antizyklisches Handeln habe sich vielfach als sinnvoll erwiesen, gerade im Tourismus. Mit Blick nach vorne sehen beide große Dynamik in der Branche. Kehr nennt Echtzeit-Werbung und Retail Marketing als zentrale Zukunftsthemen. „Da tut sich extrem viel“, sagt sie. Hochmayer sieht vor allem Bewegtbild weiter auf dem Vormarsch. „Bewegte Bilder sind das, was die Begierde des Auges am meisten stillt“, erklärt er. Auch, weil hochwertige Produktionen heute breiter zugänglich seien.
Für die kommenden Jahre formulieren die beiden klare Ziele. „So nah am Kunden dran zu bleiben, wie wir es jetzt sind“, meint Kehr. Und Hochmayer ergänzt: „Ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich entwickeln können.“ Die größte Challenge sieht er in der Verbindung von Technologie und Menschlichkeit. „Diese Schnittstelle zwischen Human Relationship und Productivity wird eine Herausforderung sein.“
Das gesamte Interview finden Sie auf: www.medianet.at
