KI Marketing Konferenz im HausWirtschaft Wien
© Dominic Berchtold
Rund 100 Teilnehmer fanden sich zur ersten Prompt AI Marketing Conference in Wien ein. 
MARKETING & MEDIA Redaktion 22.04.2026

KI Marketing Konferenz im HausWirtschaft Wien

Erste Prompt AI Marketing Conference verzeichnet hohe Nachfrage und thematisiert Chancen und Grenzen generativer KI. 

WIEN. Die erste Prompt AI Marketing Conference hat am 16. April in der HausWirtschaft in Wien stattgefunden und laut Veranstalter mit rund 100 Teilnehmern aus Marketing, Kreation und Unternehmenskommunikation für große Nachfrage gesorgt. Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungsfelder generativer Künstlicher Intelligenz sowie deren Grenzen im praktischen Einsatz.

Realitätscheck für die Branche
Die Konferenz habe laut Initiator David Johansson bewusst auf praxisnahe Inhalte gesetzt. „Ursprünglich hatten wir mit 50 Teilnehmer:innen gerechnet. Dass die Konferenz am Ende mit 100 Personen ausverkauft war, macht mich stolz und zeigt, wie groß das Interesse am Thema KI derzeit ist", sagte Johansson. Durch das Programm führte Moderatorin Magdalena Váchová-Grabner.

Rechtsanwältin Mira Suleimenova verwies auf rechtliche Risiken im Umgang mit KI-generierten Inhalten. Bereits kurze Social-Media-Inhalte könnten mehrere Gesetzesverstöße auslösen und zu hohen Strafen führen. Mathias Kniepeiss stellte dem wirtschaftliche Aspekte gegenüber und betonte: „Es gibt im Marketing kein Gegeneinander von Mensch und Maschine. Es ist ein gemeinsames Kreativsein."

Einsatzfelder und neue Formate
Mehrere Fachvorträge widmeten sich konkreten Anwendungen. Madeleine Tang erläuterte, wie TikTok als KI-gestützte Plattform funktioniere und Unternehmen KI-Tools für Produktion und Kampagnensteuerung einsetzen. Moritz Lumetsberger zeigte anhand von FOOH-Formaten, wie Mixed-Reality-Inhalte ohne klassische Produktionsprozesse entstehen können. Tobias Turk präsentierte AI-Lead-Magnets als Weiterentwicklung klassischer Marketinginstrumente.

Im Bereich Suchmaschinenoptimierung erklärte Lukas Hetzendorfer von otago, dass sich Generative Engine Optimization und klassische SEO stark überschneiden. Der Anteil von LLM-basiertem Traffic liege aktuell bei unter 0,5 Prozent der Website-Besuche.

Herausforderungen in der Umsetzung
Rafaela Artner verwies auf strukturelle Hürden in Unternehmen. Rund 70 Prozent der KI-Projekte würden derzeit scheitern. Entscheidend seien weniger technologische Lösungen als organisatorische Voraussetzungen und gelebte Praxis im Unternehmen.

Johansson zog ein Fazit zur Veranstaltung: „Die Resonanz zeigt uns, wie groß der Bedarf an Austausch ist. Wir planen daher bereits weitere Events in Österreich, um diesen Dialog fortzusetzen.“ (red)

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