WIEN. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) startet mit dem NachfolgeHub nach eigenen Angaben die erste branchenübergreifende Nachfolgeplattform des Landes. Bis 2034 stehen in Österreich rund 52.500 Betriebe vor der Übergabe, das ist knapp ein Viertel aller Arbeitgeberbetriebe, an denen etwa 705.000 Arbeitsplätze hängen. Der NachfolgeHub wird beim Kickoff am Freitag, 13. November 2026, von 09:00 bis 13:00 Uhr im Palais Eschenbach in Wien erstmals öffentlich vorgestellt. Erwartet werden rund 200 geladene Personen aus Übergabebetrieben, potenzielle Übernehmerinnen und Übernehmer, Beraterinnen und Berater sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft.
Laut Aussendung wurden 2025 in Österreich 8.202 Betriebe übernommen, ein Plus von 5,3 Prozent und der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1998. Für 2020 bis 2030 seien 58 Prozent der geplanten Übergaben extern, also an Personen außerhalb der Familie. Der NachfolgeHub versteht sich als kuratierte Plattform und nicht als Börse oder Makler: Betriebe werden vor der Listung vorbereitet, Übernehmerinnen und Übernehmer durchlaufen ein Onboarding, ein Advisory Board aus Recht, Steuer, M&A, Strategie und Marketing begleitet beide Seiten. Provision oder Vermittlungsgebühr fallen nicht an.
„Eine erfolgreiche Übergabe hängt stark davon ab ob beide Seiten rechtzeitig miteinander reden und jemand den Prozess führt. Wir bauen eine kuratierte Plattform, die Anlaufstelle für das Ökosystem sein soll – mit einem Prüfstandard davor und Partnern für Begleitung danach“, so Andreas Kraus, Leiter NachfolgeHub beim ÖGV. „Hinter jeder gelungenen Nachfolge steht eine Begegnung zur richtigen Zeit. Als Österreichischer Gewerbeverein bringen wir Übergebende und Übernehmende zusammen, entdecken gemeinsam Chancen und machen aus gemeinsamen Interessen eine echte Zukunftsperspektive“, sagt Stephan Blahut, Generalsekretär des ÖGV.
Weitere Informationen unter https://www.missionnachfolge.at/coming-soon. (red)