WIEN. Am 5. Mai 2026 findet erstmals der „Tag des Lokaljournalismus“ statt. Die Initiative deutschsprachiger regionaler Zeitungsverleger zielt darauf ab, die gesellschaftliche Rolle und den Wert lokaler und regionaler Medienangebote sichtbar zu machen.
Bedeutung regionaler Inhalte
Im Fokus steht die Relevanz von Nachrichten aus dem unmittelbaren Lebensumfeld. Inhalte aus der eigenen Region, die Entscheidungen und Entwicklungen vor Ort betreffen, seien für Leser von besonderer Bedeutung.
Eine aktuelle Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen zur Regionalität zeige, dass rund 70 Prozent der Befragten Zeitungen und Zeitschriften nutzen, um sich über das politische Geschehen in ihrer Region zu informieren. Etwa 60 Prozent bleiben über lokale Medien über Kultur- und Freizeitangebote auf dem Laufenden. Rund zwei Drittel beziehen Informationen zum wirtschaftlichen Geschehen sowie Nachrichten aus ihrem Ort oder ihrer Stadt aus Zeitungen und Zeitschriften. Auch für Vereinsaktivitäten und lokale Initiativen greift etwa die Hälfte der Befragten auf diese Medien zurück.
Begleitende Kampagne
Begleitet wird die Initiative von einer Inseratenkampagne der Mitgliedsmedien des Verbands Österreichischer Zeitungen unter dem Motto „Ganz nah an meinem Leben: Nachrichten aus meiner Region“. Damit werde die Bedeutung lokaler Nachrichten für die Leser in den Mittelpunkt gestellt.
Darüber hinaus setzen teilnehmende Medien begleitende Aktionen um, die auch über Social Media kommuniziert werden. Interessierte erhalten Einblicke in Redaktionen oder können Redakteure im Arbeitsalltag begleiten.
Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen, sagt: „Der Tag des Lokaljournalismus macht die Stärken regionaler Medienmarken deutlich: professioneller und sorgfältig recherchierter Journalismus, der jene Inhalte liefert, die die Leserinnen und Leser in ihrer unmittelbaren Lebensrealität betreffen.“ Grünberger sagt weiter: „Die Mitgliedsmedien des Verbands Österreichischer Zeitungen beleuchten die Themen, die die Menschen bewegen, und bilden so die Grundlage für eine informierte Teilhabe an unserer Demokratie.“
Internationale Unterstützung
Initiiert wurde die Kampagne von Ippen.Media sowie dem von der Deutschen Presse-Agentur und Highberg / Schickler koordinierten Verlagsprojekt DRIVE. Unterstützt wird sie unter anderem von den deutschsprachigen Verlegerverbänden VÖZ, dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, dem Verlegerverband Schweizer Medien sowie von den internationalen Organisationen INMA und WAN-IFRA.
Weitere Daten und Fakten zur Bedeutung von Regionalität im Journalismus werden auf der Website zeitungen-magazine.at gebündelt. (red)
