MARKETING & MEDIA
Wien versteht Medien und handelt danach © Stadt Wien, Stadt Wien/MA 18
© Stadt Wien, Stadt Wien/MA 18

Redaktion 27.03.2020

Wien versteht Medien und handelt danach

In der Bundeshauptstadt werden hochwertiger Journalismus und Innovation unterstützt und der neue Markenauftritt zügig umgesetzt.

WIEN. Das Internet hat buch­stäblich alles verändert – und der rasante Aufschwung mobiler Zugänge zum Internet beschleunigt den Wandel in der Medienlandschaft immer weiter.

In dieser Entwicklung steckt für den Journalismus eine große Chance, sagt der amerikanische Medienanalyst Ken Doctor, der die Medienbranche summa summarum sogar am „Beginn eines Goldenen Zeitalters” sieht.
Längst steht dabei nicht mehr eine „Konkurrenz” zwischen „klassischen” Medien-Angeboten wie Print, Radio oder TV und digitalen Services im Vordergrund. Denn Social Media, verschiedene Channels und Kommunikationstools ermöglichen es je nach persönlichem Hintergrund, Alter oder Lebenseinstellung, das Angebot auf individuelle Interessen und Bedürfnisse zuzuschneiden.

Die Studie der Medien

Um noch zielgerichteter beurteilen zu können, anhand welcher Themeninteressen, in welchen Kanälen und in welchem Medien-Umfeld die Stadt die Menschen möglichst optimal erreichen kann, setzt Wien künftig neben branchenspezifischen Marktindikatoren wie z.B. Mediaanalyse (MA), Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) und anderen als wichtige Ergänzung auf die eigens in Auftrag gegebene „Medien­diskurs-Studie Wien”, die folgende Resultate erbrachte:

• 72 Prozent der Menschen in Wien nutzen Internet (fast) täglich.

• 51 Prozent unterhalten sich (fast) täglich mit Freunden bzw. Bekannten.
• 48 Prozent sehen (fast) täglich fern.
• 44 Prozent nutzen Social Media.
• 42 Prozent nutzen Tageszeitungen.
• 40 Prozent nutzen Radio.
• 34 Prozent nutzen Nachrichten im Internet.

Was Wien daraus macht

Die durch die „Mediendiskurs-Studie” erbrachten Resultate, die Mediennutzung und die Interessen der Menschen fließen gerade in Coronavirus-Zeiten wie diesen zielgerichtet in die Kommunikationsplanung der Stadt Wien ein, und die Menschen werden effizient und individuell angesprochen.

Schließlich richtet sich die Kommunikation der Stadt Wien an etwa drei Millionen Menschen mit oft sehr unterschiedlichen Hintergründen und Lebensentwürfen: Neben den 1,9 Millionen Wienern erreicht die Stadt auch Hunderttausende Pendler, die ihren Lebensalltag primär in der Bundeshauptstadt verbringen, dazu noch die Menschen im sogenannten Speckgürtel.

Was Wiener konkret wollen

Laut „Mediendiskurs-Studie” ist wenig überraschend Gesundheit das Top-Thema; hierzu zählen auch Informationen rund um die Gesundheitsversorgung, -einrichtungen, Spitäler und Ärzte. Danach folgen die Themen Sicher-heit, Nahversorgung/Märkte, öffentlicher Verkehr, Umwelt(-schutz), Wasserversorgung bzw. -qualität sowie Parks, Grünanlagen und Naherholungsgebiete.

Virtuelle Amtswege und digitales Stadtservice wiederum sind in den mittleren Altersgruppen (30 bis 59 Jahre) besonders interessant, da in dieser Lebensphase zum einen viele Amtswege zu erledigen sind und zum anderen bereits eine sehr hohe Affinität gegenüber neuen Technologien besteht.
Die Tageszeitung erfreut sich vor allem in Altersgruppen ab 45 Jahren überdurchschnittlicher Beliebtheit. Auch greifen Personen ohne Migrationshintergrund signifikant häufiger zum Printpro­dukt.
Nachrichtenseiten im Internet wiederum sind in den mittleren Altersgruppen der 30- bis 59-Jährigen besonders beliebt. Außerdem werden sie häufiger von Männern als von Frauen genutzt.
Klassisches (lineares) TV-Pro-gramm wird von älteren Bevölkerungsschichten wesentlich häufiger genutzt als von Jüngeren, auch auf Wiener ohne Migrationshintergrund trifft dies signifikant stärker zu. Streamingdienste wiederum sind bei den unter 45-Jährigen besonders beliebt und werden auch von der Bevölkerung mit Migrationshintergrund häufiger in Anspruch genommen.

Internet an der Spitze

Danach gefragt, in welchen Medien man sich Informationen seitens der Stadt Wien erwartet, dominiert das Internet.

Es folgen TV, Tageszeitung und Radio mit annähernd gleich hohen Nennungshäufigkeiten. Dahinter rangieren (gedruckte oder digitale) Broschüren bzw. Informationseinrichtungen der Stadt, die themenspezifisch für die Bevölkerung hohe Relevanz haben. Grundsätzlich gilt, dass man sich für jedes (kommunale) Thema Informationen im Internet wünscht.

Wien pusht Top-Journalismus

Die Stadt unterstützt innovative Wiener Medienangebote und qualitativ hochwertigen Journalismus im Rahmen der „Wiener Medieninitiative” bis 2022 mit insgesamt 7,5 Mio. €:
• Die Förderschiene „Medienstarts” wird an Journalisten oder Medien-Start-ups für neue Projekte vergeben. Die Förderung beträgt bis zu 10.000 Euro oder 75 Prozent der Ausgaben.
• Die Förderung für Medien-projekte richtet sich an Medienmacher und unterstützt die Schaffung neuer Medien­angebote mit bis zu 100.000 Euro oder zwischen 45 und 65 Prozent der Projektkosten. Über die Förderung entscheidet eine Fachjury mit internationalen Experten.

Der neue Markenauftritt

Last but not least setzt die Stadt Wien auf einen einheitlichen und wiedererkennbaren Marken-Auftritt. Dieser bündelt eine Vielzahl an Logos in einer neuen, starken Marke, die es den Stadtbewohnern ermöglicht, sich rasch zurechtzufinden und die Services und Angebote der Stadt in Anspruch zu nehmen.

Im Zuge der Umsetzung der neuen Marke Wien mit neuem Logo, Typografie und Bildsprache wurden die Strukturen der Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Wiener Stadtverwaltung optimiert und Ressourcen ge­bündelt, denn: Wien versteht Medien und handelt danach! (red)

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