WIEN. Als „äußerst erfreulich“ bezeichnete Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure die Zunahme der Neuzulassungen von Pkw im Jahr 2025 um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 285.000 Einheiten. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch im letzten Jahr mehr als herausfordernd, umso überraschender ist es, dass der Automobilmarkt eine so deutliche Steigerung verzeichnen konnte. Mit nahezu 285.000 Pkw-Neuzulassungen nähern wir uns weiter den Stückzahlen vor Corona an, auch wenn es nach wie vor Luft nach oben gibt“, so Kerle.
Auch Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandels bestätigte, dass sich der Markt spürbar stabilisiere und der heimische Fahrzeughandel wieder mit Hoffnung und vorsichtigem Optimismus in die Zukunft blicke: „Damit diese Entwicklung nachhaltig trägt, brauchen wir technologieoffene Mobilität und vor allem verlässliche, einfache Regeln. Wer Investitionen und Beschäftigung sichern will, muss Gesetzgebung wieder planbar, transparent und praxistauglich gestalten“.
Beide Branchenvertreter betonten, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neufahrzeuge seit Jahren sinke. Auch 2025 habe es bei den Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor einen deutlichen Rückgang auf 122 Gramm CO2 pro Kilometer gegeben. Rechne man die reinen Elektrofahrzeuge dazu, dann liege der Wert bei 96 g/km.
Überbordendes Steuersystem
Bei den Trends führte Kerle aus, dass mehr als 85% der häufig kritisierten SUV die Größe eines VW Golf hätten und man daher die Diskussion um höhere Parkgebühren nicht verstehen könne.
Zudem verteidigte er die geplante Aufweichung der EU-Flottenziele, um hohe Strafzahlungen für europäische Automobilhersteller abzuwenden.
Kritisiert wurde in diesem Kontext auch das überbordende Kfz-Steuersystem, insbesondere die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die derart komplex und bürokratisch ausgestaltet sei, dass sie weder für Konsumenten verständlich noch für die Fahrzeugimporteure und -händler einfach umzusetzen wäre. (ah)
Stark positioniert
Bereits im Vorjahr startete die Buwog im Bereich Projektentwicklung als einer der ersten Bauträger wieder voll durch und setzte auch in der Bestandsbewirtschaftung neue Maßstäbe.
