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IAA Austrian Chapter startet Initiative für faire Pitches © IAA Austrian Chapter

Sebastian Bayer, Günter Thumser, Walter Zinggl

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Sebastian Bayer, Günter Thumser, Walter Zinggl

Redaktion 18.09.2019

IAA Austrian Chapter startet Initiative für faire Pitches

Gut 25 der führenden heimischen Agenturen einigen sich auf insgesamt acht Regeln für die Vergabe von Kommunikationsetats
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WIEN. Die Vergabe eines Kommunikationsetats an die richtige Agentur kann entscheidend für den künftigen Erfolg einer Marke sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Qualität des Auswahlprozesses einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses hat. Eine Befragung unter Mitgliedern hat ergeben, dass sich die Qualität der Pitches in der Branche in den letzten Jahren stark reduziert hat. Deshalb hat sich die IAA (International Advertising Association) gemeinsam mit namhaften Unterstützern entschieden, Empfehlungen für einen „Quality Pitch“ zu formulieren und so ein Service-Angebot für Auftraggeber und Agenturen zu schaffen.

Begonnen wird mit Empfehlungen zur Auswahl von Kreativagenturen bei Etats, die nicht dem Vergaberecht unterliegen. In weiterer Folge soll das Angebot jedoch auch um Pitches, die dem Vergaberecht unterliegen, erweitert werden und sich auch gezielt Ausschreibungen in anderen Bereichen wie zum Beispiel Media widmen. Sowohl Auftraggeber als auch Agenturen, die den IAA Quality Pitch unterstützen, verpflichten sich, keine Etats auszuschreiben, bzw. nicht an Ausschreibungen teilzunehmen, die der "Quality Pitch Charta" der IAA widersprechen. Zudem sind Agenturen angehalten, freiwillige Mehrleistungen – über das verlangte Maß hinaus – zu vermeiden.

„Wir freuen uns, dass wir mit vielen namhaften Agenturvertretern, dem Österreichischen Verband der Markenartikelindustrie, der die Interessen  vieler Auftraggeber vertritt, der Fachgruppe Werbung der Wirtschaftskammer Österreich und zahlreichen anderen Branchenexperten und Unternehmen zu dieser Übereinkunft gekommen sind. Ziel der IAA ist es immer, die Qualität in der Kommunikationsbranche zu erhöhen. Wir hoffen mit dieser Initiative vor allem einen Beitrag zu besserer Kommunikation und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pitchkultur in Österreich zu leisten“, erklärt Sebastian Bayer, IAA Austria Chapter Vizepräsident und CEO von VMLY&R Vienna.

IAA Präsident und GF von IP Österreich, Walter Zinggl: „Für die IAA ist es nicht nur eine Ehre, die Koordinierung und Umsetzung zu übernehmen, wir sehen uns auch in der Pflicht, diese voranzutreiben. Die IAA ist weltweit die einzige Organisation, die sowohl die Anliegen von Auftraggebern, Agenturen als auch Medien vertritt, daher sind wir mit Sicherheit auch der richtige Ansprechpartner, um diese Aufgabe zu übernehmen.“

Günter Thumser, Geschäftsführer Österreichischer Verband der Markenartikelindustrie: „Wir sind seit Jahrzehnten um starke Marken bemüht und gerade in turbulenten Zeiten ist eine  Struktur oft sehr hilfreich. Ein fairer Pitch-Prozess, eine Fokussierung auf das Wesentliche, ist notwendig, um auch in Zukunft eine hohe Qualität - sowohl von Agentur- als auch von Auftraggeberseite - zu gewährleisten.“ (red)

 

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