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Medientag: Clemens Pig regt Imageoffensive für Journalisten-Beruf an © APA/APA

Clemens Pig, APA-CEO

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Clemens Pig, APA-CEO

Redaktion 21.11.2018

Medientag: Clemens Pig regt Imageoffensive für Journalisten-Beruf an

Der APA-Geschäftsführer plädiert auch für vermehrte Kooperation zwischen Medienhäusern; Moser-Holding-Chef Hermann Petz: "Nur nachhaltiges finanzielles Gesamtkonstrukt gewährleistet Qualitätsjournalismus".

WIEN. APA-Geschäftsführer Clemens Pig hat im Rahmen des Innsbrucker Medientages eine Imageoffensive für den Berufsstand des Journalisten angeregt. "Warum vermitteln wir nicht stärker, welch eminente Bedeutung dieser Beruf hat? Es ist nämlich ein verdammt wichtiger und ehrenwerter", meinte Pig im Zusammenhang mit der Frage, wie journalistische Vielfalt auch mittel- und langfristig erhalten werden könne.

Zudem plädierte der APA-CEO bei einer Podiumsdiskussion in der Innsbrucker Universität für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern und Verlagen - vor allem im technischen Bereich. "Warum tun wir Medien uns nicht vermehrt zusammen und gründen gemeinsame Organisationen?", fragte Pig. Eine intensivere Kooperation, gerade im technischen Bereich, ermöglichte auch "Ressourcen freizuschaufeln". Unbedingt brauche es mehr "positive Energie und Haltung", so Pig.

Der Vorstandschef der Moser Holding, Hermann Petz, betonte zudem die Wichtigkeit eines nachhaltigen "finanziellen Gesamtkonstrukts" für die Gewährleistung von Qualitätsjournalismus. Petz gab sich hinsichtlich des Überlebens klassischer Medien zuversichtlich. Die "Tiroler Tageszeitung" etwa habe zuletzt deutliche Zuwächse im Print- und Onlinebereich verzeichnet. Dies liege unter anderem auch daran, dass das Vertrauen in Soziale Medien gerade im Begriff sei zu "erodieren".

Die zunehmende Bedeutung transnationaler Zusammenarbeit zwischen Medien strich indes "Falter"-Chefreporterin Nina Horaczek hervor. Der "Falter" beispielsweise sei mittlerweile Teil einer derartigen Kooperationsplattform. Kritisch merkte die Journalistin an, dass ihre Zunft in der Vergangenheit allzu oft "Politik als Kampf" dargestellt habe. Jede Kompromissfindung sei bereits als Streit ausgelegt worden. "Zudem müssen Medien mehr erklären, warum es uns eigentlich braucht", appellierte Horaczek. (APA)

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