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Schluss mit banal und protzig Wilke/Avantgarde Austria

Viviane Shklarek, Leiterin des Wiener Offices der internationalen Erlebnisagentur Avantgarde.

Wilke/Avantgarde Austria

Viviane Shklarek, Leiterin des Wiener Offices der internationalen Erlebnisagentur Avantgarde.

Redaktion 16.06.2016

Schluss mit banal und protzig

Avantgarde und Trendbüro präsentieren die zehn wichtigsten Trends im Luxusmarketing.

WIEN. Der Luxusmarkt befindet sich im Wandel: Die Konsumbedürfnisse sowie die Erwartungshaltung gegenüber Produkten und Dienstleistungen im Luxussegment sind heute ganz anders gelagert als noch vor ein paar Jahren. Was in den 1990ern für Konsumenten mit dem nötigen Kleingeld noch als erstrebenswertes Luxusgut galt, wirkt heute mitunter banal bis protzig. Gemeinsam mit dem renommierten Trendforschern vom Trendbüro in München hat die auch in Wien mit einem Office vertretene Erlebnismarketingagentur Avantgarde die zehn wichtigsten Trends im Luxusmarketing erarbeitet und leitet daraus geeignete Marketing- und Kommunikationsstrategien ab. Basis für die Trendanalyse sind Beobachtungen aus der Trendforschung gepaart mit umgesetzten Kampagnenkonzepten von Avantgarde für Kunden aus dem Luxussegment.

"Der Luxusbegriff hat sich gewandelt"
„Mit Konzepten von vor zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren kommt man heute auch im Luxusmarketing nicht mehr weit“, erklärt Viviane Shklarek, Leiterin des Wiener Offices von Avantgarde und fügt hinzu: „Der Luxusbegriff an sich hat sich stark gewandelt und diesem Wandel muss man mit neuen Ansätzen und Strategien im Produktmanagement, im Marketing und in der Marktkommunikation begegnen.“ Die Luxusmarketingstudie von Avantgarde und Trendbüro sei somit – so Shklarek – eine wichtige Grundlage für Unternehmen, die im weitesten Sinn Produkte und Dienstleistungen im Luxussegment anbieten: „Interessierten Unternehmen aus dem Luxussegment präsentieren wir die Trendanalyse gern in informellem Rahmen. 30 Minuten und man ist im Bild.“

Trend 1: Abenteuerlust statt Statusdenken
Während man sich früher darüber definierte, was man sein eigen nannte, geht es heute vielmehr darum, zu kommunizieren, was man schon alles erlebt hat. Es geht Konsumenten heute also nicht mehr so sehr um den bloßen Besitz von Statussymbolen, sondern darum, dass man durch den Erwerb von Luxusgütern Abenteuer erleben kann, die nur ganz wenigen vorbehalten sind.

Trend 2: Gemeinschaftserlebnisse statt Exklusivität
Der Urlaub in einem exklusiven Hide-away wird anno 2016 keineswegs mehr als ultimativer Ausdruck von Reichtum empfunden. Heute wird es als Luxus erachtet, wenn man mit Familie und Freunden möglichst viel Zeit verbringen kann. Marken, die die Konsumenten dabei unterstützen, mehr Zeit für ihre Lieben zur Verfügung zu haben, genießen daher auch ein höheres Ansehen.

Trend 3: Haltung statt Prunk
Produkte und Dienstleistungen, die mit ihrer Haltung und Authentizität beeindrucken, werden heute von Konsumenten jenen Gütern vorgezogen, die mit bloßem Prunk punkten. Angeben ist out. Diskreter und individueller Luxus ist in.

Trend 4: Schulterschlüsse statt Alleingänge
Clevere Kooperationen von Marken aus ganz unterschiedlichen Branchen, die sich gegenseitig mit Image aufladen, werden von Konsumenten als reizvoll erachtet. Hingegen werden Luxusmarken, die sich nur unter ihresgleichen bewegen und ausschließlich auf Alleingänge setzen, als unspannend und altmodisch empfunden.

Trend 5: Eine neue Art der Exklusivität
Da der Zugang zu Luxusprodukten – im Gegensatz zu früher – heute relativ einfach ist, macht sich bei den Konsumenten das Bedürfnis nach einer anderen Art von Exklusivität breit: Der Luxuskonsument von heute ist bestrebt, einzigartige Luxusprodukte, die es nur an bestimmten, nicht unbedingt öffentlich zugänglichen Orten zu kaufen gibt, zu erwerben.

Trend 6: Transparenz statt Geheimniskrämerei
Während sich die Hersteller von Luxusgütern in ihrer Kommunikation früher nach außen sehr gedeckt gehalten haben und einen Mythos um ihre Marken aufgebaut haben, ist heute Transparenz Trumpf. Vertrauen erarbeitet man sich heute als Luxusmarke durch eine neue Offenheit.

Trend 7: Diversität statt Stereotype
Den typischen Konsumenten von Luxusgütern gibt es heute praktisch nicht mehr. Luxusaffine Konsumenten sind heute nicht mehr tendenziell älter und in ihren Werthaltungen traditioneller, sondern in allen Altersklassen und Schichten zu finden. Dadurch ist der Markt aber auch unübersichtlicher. Und unterschiedliche Konsumentenschichten haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Trend 8: Personalisierter Luxus statt One-size-fits-all
Während Luxusgüter früher für jeden Käufer identisch waren, steht heute die Individualisierung und die Personalisierung im Vordergrund. Dank Big Data sind auf den einzelnen Konsumenten zugeschnittene Angebote und Services keine Seltenheit mehr, wodurch das Shoppingerlebnis für den Einzelnen noch exklusiver wird.

Trend 9: Aktiver Nutzer statt passiver Käufer
Auch die Konsumenten von Luxusgütern wollen – analog zu anderen Konsumsegmenten – stärker involviert werden. Der passive Käufer hat ausgedient, der aktive User möchte beim Shopping etwas erleben.

Trend 10: Gesunder Lifestyle als eigentliches Statussymbol
Fitness und Gesundheit sind die wahren Statussymbole des 21. Jahrhunderts. Konsumenten definieren sich heute nicht mehr nur über teure Autos und Accessoires, sondern darüber, in welchen exklusiven Spas und Fitnessclubs sie ihren Körper in Schuss bringen und halten. (red)

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