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Wie digital wird der Mensch? © FM4 / ORF

Auf http://fm4.orf.at/homodigitalis werden sieben Web-Dokumentationen gestellt.

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Auf http://fm4.orf.at/homodigitalis werden sieben Web-Dokumentationen gestellt.

Redaktion 18.10.2017

Wie digital wird der Mensch?

Ein "Transmedia-Projekt" mit dem ORF an Bord.

WIEN. Wird der Mensch zur Maschine? Was auf den ersten Blick wie Science-Fiction klingt, ist vielleicht schon bald Realität. Ein "Transmedia-Projekt" der TV-Sender BR, ARTE und ORF geht nun der digitalen Zukunft des Menschen nach. Im Zentrum von "Homo Digitalis", das am Mittwoch gestartet wurde, stehen ein wissenschaftlicher Online-Selbsttest, Web-Filme und eine TV-Dokumentation.

Unter www.homodigitalis.tv werden im Wochenrhythmus insgesamt sieben Web-Dokumentationen online gestellt, kündigte der ORF an. Die deutsche Moderatorin, Journalistin und Sängerin Helen Fares widmet sich in den bis zu zehnminütigen Clips Fragen wie virtuellen Personen, DNA-Hacking, Sexrobotern, Virtual Reality oder Chips im Gehirn; sie reist dafür vom Ars Electronica Futurelab in Linz bis nach Japan.

Wer wissen möchte, wie viel Maschine schon in einem steckt, der kann einen interaktiven Selbsttest durchführen: "Wie lange bist du noch Mensch?", lautet die durchaus beunruhigende Frage. Der Test ist ein mit dem Fraunhofer-Institut IAO (Stuttgart) entwickeltes wissenschaftliches Experiment. Die User können sich mittels Echtzeitanalyse mit anderen Nutzern vergleichen. Die Antworten werden vom IAO ausgewertet und im Frühjahr 2018 als wissenschaftliche Studie veröffentlicht. Diese Ergebnisse werden dann auch in der TV-Dokumentation "Homo Digitalis" berücksichtigt, die nach Abschluss des Projekts in ORF, BR und ARTE zu sehen sein wird. Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest.

Für den ORF waren FM4 und die TV-Kultur maßgeblich am Gesamtprojekt beteiligt. ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl sieht laut ORF-Aussendung darin "ein Projekt über die Zukunft unserer Kultur": Ein "essenzielles Thema, dem wir als Kulturabteilung uns gern stellen." Schließlich gehe es darum, "wie wir morgen miteinander und mit uns selbst umgehen werden - und wie wir dabei Mensch bleiben können". FM4-Chefin und ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger sieht im Jugendkultursender eine logische Heimat für das Projekt: Die differenzierte Auseinandersetzung mit Netzpolitik und digitalem Leben hätten hier seit jeher einen fixen Platz. (APA)

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