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Der Bau „läuft” wie geschmiert © Delugan Meissl Associated Architects/Architektur Consult

BIG Bau Der aktuelle Budgetvoranschlag des Bundes sieht eine Ausweitung der Investitionsausgaben der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) von mehr als 20% 2018 und 2019 vor. Im Bild: Rahlgasse oder MedCampusWien.

© Delugan Meissl Associated Architects/Architektur Consult

BIG Bau Der aktuelle Budgetvoranschlag des Bundes sieht eine Ausweitung der Investitionsausgaben der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) von mehr als 20% 2018 und 2019 vor. Im Bild: Rahlgasse oder MedCampusWien.

Redaktion 28.09.2018

Der Bau „läuft” wie geschmiert

Die lebhafte Bautätigkeit verstärkt sich 2018 weiter. Der Aufschwung erfasst alle Baubranchen.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die heimische Bauwirtschaft hat ihre mehrjährige Schwächephase definitiv überwunden. Nachdem der Branchenumsatz schon 2017 um 7,4 Prozent nominell auf rund 47 Mrd. € gestiegen ist, hat sich die Baukonjunktur 2018 nochmals beschleunigt.

Die Bauwirtschaft verbuchte in den ersten sechs Monaten 2018 mit einem Umsatzwachstum von rund zwölf Prozent nominell ihr bestes Halbjahresergebnis seit 2007.
Das Wachstum wird bis Jahresende voraussichtlich zwar an Kraft verlieren, dennoch ist für das Gesamtjahr 2018 ein Plus über dem Ergebnis von 2017 im Bereich von acht Prozent nominell zu erwarten.

Jobs, Jobs, Jobs

Für eine Fortsetzung des hohen Branchenwachstums in der zweiten Jahreshälfte spricht die sehr gute Auftragslage, die im Hochbau im zweiten Quartal einen neuen Rekord erreichte. Darüber hinaus wächst die Zahl der Beschäftigten am Bau stark, und die Geschäftserwartungen der Firmen im Rahmen der jüngsten Konjunkturbefragungen sind optimistisch geblieben.

Die aktuelle Entwicklung am Bauarbeitsmarkt unterstreicht die sehr gute Baukonjunktur. Seit 2016 wächst die Zahl der Baubeschäftigten wieder, wobei sich die Zuwächse der letzten zwei Jahre von 1,5 Prozent im laufenden Jahr 2018 wesentlich beschleunigt haben. Bis Juli wurden rund drei Prozent neue Arbeitsplätze im Sektor geschaffen, so viele wie zuletzt Mitte der 90er-Jahre. Zugleich ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken: Zuletzt waren im August 2018 nur mehr 14.600 Personen mit Bauberufen arbeitslos gemeldet, die niedrigste Zahl seit August 2012.

Die Lohnkosten steigen

Gleichzeitig wird es für die Unternehmen schwieriger, neue Arbeitskräfte zu finden; es herrscht deutliche Arbeitskräfteknappheit am Bauarbeitsmarkt. Seit 2017 wird das zu geringe Arbeitskräfteangebot von immer mehr Bauunternehmen als der wesentliche Grund für Einschränkungen der Bautätigkeit genannt.

Darüber hinaus beschleunigt sich das Lohnwachstum in der Branche. 2017 sind die Bruttolöhne am Bau bereits um 3,3 Prozent, in den ersten sechs Monaten 2018 sogar um 6,6 Prozent gestiegen. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem ersten Halbjahr 2007.

Mehr Wirtschaftsbau

Dem Industrie- und Wirtschaftsbau fehlten 2017 vor allem öffentliche Aufträge. 2018 hat sich auch diese Sparte auf breiter Front erholt, und die Bauunternehmen verbuchten in diesem Bereich in den ersten fünf ­Monaten ein Umsatzplus von durchschnittlich 13 Prozent nominell.

Dieses sehr gute Umsatzergebnis spiegelt die optimistischen Investitionspläne der Industrie- und Gewerbebetriebe wider, die den Anteil ihrer geplanten Gebäudeinvestititionen deutlich aufgestockt haben.

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