Deichmann hält Umsatzniveau und investiert weiter in Filialnetz und Omnichannel
© Monika Fellner
RETAIL Redaktion 25.02.2026

Deichmann hält Umsatzniveau und investiert weiter in Filialnetz und Omnichannel

WIEN. Der Schuheinzelhändler Deichmann hat das Geschäftsjahr 2025 in Österreich mit stabilen Kennzahlen abgeschlossen. Mit einem Umsatz von rund 313 Millionen Euro und einem Absatz von etwa neun Millionen Paar Schuhen über Filialen und Onlineshop bewegt sich das Unternehmen auf dem Niveau des Vorjahres. In einem insgesamt anspruchsvollen Marktumfeld behauptet Deichmann damit seine Position als Marktführer im heimischen Schuheinzelhandel. Zum Jahresende waren rund 1.400 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

„Unser Anspruch ist es, moderne Schuhmode und starke Marken zu einem fairen Preis für die ganze Familie anzubieten – sowohl in unseren Filialen als auch online. Gute Qualität, freundlicher Service und ein attraktives Einkaufserlebnis gehören dabei untrennbar zu unserem Selbstverständnis. Dieses Angebot überzeugt die Menschen in Österreich seit vielen Jahren und bildet die Basis unseres Erfolgs“, sagt Georg Müller, Geschäftsführer Deichmann Österreich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis erweise sich gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als stabilisierender Faktor.

172 Standorte in Österreich
Seit dem Markteintritt 1992 betreibt Deichmann hierzulande ein engmaschiges Filialnetz, das aktuell 172 Standorte umfasst. Für 2026 sind 17 Modernisierungen nach neuem Ladenbaukonzept sowie eine zusätzliche Filiale in Linz-Urfahr vorgesehen. Parallel dazu treibt das Unternehmen die Verzahnung von stationärem Handel und digitalen Services voran. Angebote wie „Click & Collect“, „Ship-to-Home“ oder das Kundenbindungsprogramm „Deichmann Plus“ sollen die Filialteams unterstützen und zusätzliche Kontaktpunkte mit den Kunden schaffen.

Auch in der Fläche wird investiert: In rund 65 österreichischen Stores kommen inzwischen digitale Fußmessgeräte zum Einsatz, die eine präzise Größenbestimmung ermöglichen und den Beratungsprozess beschleunigen.

Österreich ist Teil der international tätigen Deichmann-Gruppe mit Sitz in Essen. Das 1913 gegründete Familienunternehmen gilt als Europas größter Schuheinzelhändler. Zur Entwicklung im Gesamtjahr 2025 erklärt Heinrich Deichmann: „Wir haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen und uns in einem schwierigen Marktumfeld behauptet.“ Währungsbereinigt legte der Umsatz um über zwei Prozent auf rund 8,9 Milliarden Euro zu. Weltweit wurden etwa 180 Millionen Paar Schuhe verkauft. Die Gruppe betreibt rund 4.700 Filialen sowie 40 Onlineshops in mehr als 30 Ländern und beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiter. Knapp 70 Prozent des Umsatzes werden außerhalb Deutschlands erwirtschaftet.

Aussicht auf moderates Wachstum
Für 2026 kündigt das Unternehmen weiteres, moderates Wachstum an. Geplant sind Investitionen in das Filialnetz, den Ausbau der E-Commerce-Plattform sowie in IT- und Omnichannel-Strukturen. Heinrich Deichmann: „Wir sind uns der anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Lage bewusst. Deshalb handeln wir als Unternehmensgruppe weiterhin kostenbewusst und mit Augenmaß – und investieren gezielt dort, wo es der nachhaltigen Unternehmensentwicklung dienlich ist. So halten wir unser Familienunternehmen resilient und zukunftsfähig.“

Neben dem operativen Geschäft bleibt das soziale Engagement fixer Bestandteil der Unternehmensstrategie. Über die Deichmann-Stiftung unterstützt die Gruppe international Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe. In Österreich fördert das Unternehmen unter anderem die Caritas in der Sozialberatung, den Samariterbund mit dem Lernprojekt „LernLeo“ sowie das Ordensprojekt „Young Mum“ zur Unterstützung junger Mütter. (red)

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