WIEN. Viele internationale Retailer scheitern im GCC (Golf-Kooperationsrat, Staatenverbund aus Saudi-Arabien, Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Katar, Bahrain und Oman) nicht am Partner, sondern am eigenen System. „Unser Modell funktioniert weltweit – also auch hier“ sei ein verbreiteter Irrtum, meint Marija Stojanovic, Gründerin und CEO von FeniXperience. In der Praxis seien Franchise-Partner häufig stark, das Problem liege in fehlender Anpassung an lokale Marktmechaniken.
Kaufverhalten, Promotionszyklen und Preiserwartungen unterscheiden sich im GCC grundlegend von Europa – und auch innerhalb der Region. Wer ein einheitliches Playbook über mehrere Länder legt, verliert Umsatzpotenzial. Besonders deutlich wird das am Ramadan: In rund 30 Tagen erzielen viele Händler bis zu 30% ihres Jahresumsatzes.
Erfolgreich sind laut Stojanovic jene Unternehmen, die ihr System konsequent anpassen – etwa durch veränderte Promotionskalender oder gezielte Warensteuerung. In einem Fall führte das dazu, dass Standorte bereits nach dem ersten Quartal ihren Halbjahresumsatz erreichten.
Der Markt ist stark von Franchise-Strukturen geprägt: Über 70% des organisierten Einzelhandels laufen über entsprechende Modelle. Entsprechend entscheidend sind lokale Netzwerke, Standortstrategien und Timing. Expansion sei kein Rollout, sondern ein Verhandlungsprozess.
FeniXperience begleitet Unternehmen dabei operativ vor Ort – von Marktanalyse bis Partnerauswahl. Entscheidend sei, so Stojanovic, die Verbindung aus Marktverständnis und Nähe zum Unternehmen.
Gemeinsame WM-Initiative gestartet
In 48 Tagen beginnt die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Bereits im Vorfeld haben der Österreichischer Fußball-Bund, der ORF, die Kronen Zeitung
