WIEN. Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend Aufgaben im Alltag – auch beim Einkauf. Laut einer Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, könnten bis 2030 bis zu 15% des europäischen Onlinehandels über sogenannte Agentic AI abgewickelt werden. Der aktuelle Consumer Check des Handelsverbands zeigt, dass diese Entwicklung auch in Österreich bereits spürbar ist.
Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, sagt: „Der österreichische Handel steht vor einem Paradigmenwechsel. Bereits mehr als ein Zehntel der Bevölkerung nutzt häufig KI-Tools beim Einkauf.“ Gleichzeitig sei das Potenzial groß: „Die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher möchte KI künftig gezielt zum Sparen einsetzen.“
Derzeit nutzen 11% der Konsumenten häufig KI beim Shopping, 23% greifen auf KI-gestützte Suchfunktionen zurück, 15% auf Chatbots. Rund 4% haben bereits einen Einkauf vollständig von einem KI-Agenten erledigen lassen. Besonders gefragt sind Anwendungen zur Preis- und Rabattoptimierung, die für 50% der Befragten interessant sind.
Vor allem jüngere Zielgruppen treiben die Entwicklung: In der Gen Z nutzt bereits mehr als die Hälfte zumindest gelegentlich KI-Features beim Einkauf, während ältere Gruppen deutlich zurückhaltender sind. Gleichzeitig bleiben Vorbehalte bestehen – insbesondere bei Datenschutz und Kontrollverlust.
„KI hilft schon heute, schneller passende Produkte zu finden und bessere Kaufentscheidungen zu treffen“, so Will. Entscheidend für den weiteren Durchbruch sei jedoch Vertrauen: Anwendungen müssten transparent, verständlich und freiwillig nutzbar bleiben.
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