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Öllinger: „Die Adeg hat ein Umsatzwachstum” © Adeg/Robert Harson

Dorf-FreundePolitikwissen­schafter Peter Filzmaier, Gemeindebund-Präsident Bgm. Alfred Riedl und Adeg-Vorstand Jürgen Öllinger berichten übers Dorfleben.

© Adeg/Robert Harson

Dorf-FreundePolitikwissen­schafter Peter Filzmaier, Gemeindebund-Präsident Bgm. Alfred Riedl und Adeg-Vorstand Jürgen Öllinger berichten übers Dorfleben.

christian novacek 29.03.2019

Öllinger: „Die Adeg hat ein Umsatzwachstum”

Anlässlich der Präsentation des Dorfleben-Reports stellt Adeg-Chef Jürgen Öllinger ein positives Attest aus.

••• Von Christian Novacek

Bei der Adeg steht derzeit die Lebendigkeit groß angeschrieben: Man hat einen neuen „Dorfleben”-Report im Gepäck (der zweite seiner Art) und auch die Umsätze entwickeln sich. „Die Entwicklung ist sehr positiv und wir haben ein Umsatzwachstum”, berichtet Neo-Adeg-Chef Jürgen Öllinger. Er verweist auf 400 Liefer­adressen, von denen 280 unter der Adeg-Flagge firmieren.

Die Gemeinde lebt

Wie wichtig Adeg Kauffrau und -Kaufmann für das Gemeindeleben in Österreich sind, soll der aktuelle Dorfleben-Report außer Frage stellen. In Kooperation mit dem Österreichischen Gemeindebund wurden dafür rund 1.000 Personen in Gemeinden mit maximal 5.000 Einwohnern befragt. Das Ergebnis überrascht positiv und steht dem obligatorischen Landflucht-Gejammer diametral gegenüber: Rund vier Fünftel (79%) der befragten Dorfbewohner empfinden nämlich ihre Gemeinde als „lebendig”. Dafür sorgen ihnen zufolge v.a. Vereine, Gemeindevertreter und Unternehmer.

„Unternehmer sind eine unverzichtbare Säule für die Entwicklung des Dorfes”, ist Öllinger überzeugt. Mithin ist der örtliche Adeg nicht nur eine Lieferadresse für den Großhandel, sondern absolut geeignet, die Lebensqualität in der Gemeinde am Land zu heben.
Denn die „unternehmerische Energie der Kaufleute ist ein Teil der Identität der Adeg” – die Kaufleute helfen somit auch mit, den Wirtschaftskreislauf in ihrer Gemeinde auf ein solides Level zu heben. Etwa, was regionale bzw. lokale Sortimente betrifft, die sie selbst gewählt zukaufen.

Nahversorger als Dorfplatz

„Nahversorgung ist unverzichtbar für ein lebendiges Dorf”, betont Gemeindebund Präsident Alfred Riedl (ÖVP). Diese erfülle mehrere Funktionen – so ist für 77% der Befragten der örtliche Nahversorger gleichzeitig ein sozialer Treffpunkt, „eine Art zweiter Dorfplatz”, ergänzt Politikwissenschafter Peter Filzmaier. Rund 75% gestehen diese Funktion nicht nur den herkömmlichen Supermarktketten, sondern auch selbstständigen Kaufleuten zu.

Diese Selbstständigkeit wäre dann auch für über 30% der österreichischen Dorfbewohner eine reelle Option in ihrer Lebensplanung – satte 38% von ihnen geben gar den Handel als für sie attraktivste Branche an. 23% sagen überdies, dass sie ungenützte Geschäftschancen in ihrer eigenen Gemeinde sehen, vor allem im Handel und in der Gastronomie.
Als große Vorteile der Selbstständigkeit sehen die österreichischen Dorfbewohner dabei die Verwirklichung von eigenen Zielen (61%), das selbstbestimmte Gestalten des Arbeitsumfelds und der Arbeitszeit (50%) sowie die Unabhängigkeit (47%). Als Nachteile werden genannt: finanzielles Risiko (73%), die höhere Arbeitsbelastung gegenüber Angestellten (47%) und das schwankende Einkommen (44%). Die Hälfte der Befragten nennt mangelndes Kapital als größte Hürde, die der Selbstständigkeit im Weg steht. Zu geringes Know-how (28%) und fehlende geeignete Geschäftspartner (22%) werden als Herausforderungen gesehen. „Hier haben die Ergebnisse der Befragung unser Leistungsangebot bei Adeg für selbstständige Kaufleute bestätigt”, sagt Öllinger zu den Bemühungen der Handelsmarke, vor allem in ländlichen Gegenden Österreichs die Nahversorgung zu sichern und zu stärken. „Wir können diese drei Herausforderungen gemeinsam mit den Interessenten überwinden: Das Know-how vermitteln wir beispielsweise in individuell zugeschnittenen Schulungen. Und natürlich beweist unser Erfolg, dass wir ein guter Geschäftspartner auf dem Weg in die Selbstständigkeit im Lebensmittelhandel sind.”
Klar definiertes Ziel sei es, die Kaufleute erfolgreich zu machen. Wie der Erfolg gemessen wird, dafür gebe es verschiedene Kriterien; Fakt sei aber auch, dass man, wenn der Betrieb richtig eingestellt ist, auch mit geringen Umsätzen leben kann.

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