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Pandemie führt zu starker Nachfrage nach tierfreundlicher Mode © Vier Pfoten/Fred Dott
© Vier Pfoten/Fred Dott

Redaktion 06.09.2021

Pandemie führt zu starker Nachfrage nach tierfreundlicher Mode

57 Prozent der Österreicher haben ihr Einkaufsverhalten aufgrund der Pandemie verändert.

WIEN. Jährlich leiden und sterben Millionen von Tieren für Kleidungsstücke aus Pelz, Leder und Wolle. Eine aktuelle, von Vier Pfoten in Auftrag gegebene Studie zeigt jedoch, dass die Nachfrage nach Tierwohl in unseren Kleiderschränken steigt. Die globale Umfrage umfasste knapp 14.000 Teilnehmernen aus zwölf Ländern. Sie ergab, dass 57% der Österreicheren ihr Einkaufsverhalten aufgrund der Pandemie verändert haben. 20% sagten, dass sie jetzt Mode mit höherer Qualität und höheren Tierwohlstandards kaufen. Und ganze 83% sind sich bewusst, dass Tiere in der Modebranche leiden, wobei nur die Schweiz mit 84% hier im globalen Vergleich einen höheren Anteil hat. Beim Thema Pelz ist Österreich überhaupt das Land, das mit 89% der Bevölkerung am meisten um das Leid der Tiere in der Pelzindustrie besorgt ist. Das neue Vier Pfoten-Programm "Wear it Kind" fordert Konsumenten und Industrie auf, "Nein" zu Tierquälerei zu sagen. Gleichzeitig bietet die Tierschutzorganisation der Industrie bei der nachhaltigen Umstellung auf tierfreundliche Materialen ihre Unterstützung an.

Insgesamt steigt das Bewusstsein von Tierquälerei in der Modeindustrie stetig an. Laut der aktuellen Studie zieht hierzulande jeder zweite Erwachsene (53%) eine Modemarke einer anderen vor, wenn diese bei ihrer Produktion auf Tierschutzstandards achtet. Auch hier liegt Österreich im weltweiten Vergleich (37%) an erster Stelle. Über neun von zehn Menschen (91%) erwarten, dass Hersteller neben Umweltschutz und sozialen Standards auch Tierschutz zu einer Priorität machen. 67% sagen, dass Marken verantwortlich gemacht werden sollten, um Tierwohlstandards in ihren Lieferketten zu garantieren.

„Die Umfrageergebnisse zeigen es deutlich: Tierwohl wird in der Modeindustrie immer wichtiger. Hersteller, die Tierschutzstandards einhalten, kommen bei den Verbraucheren zunehmend besser an. Wir fordern daher die Industrie auf, einerseits tierische Materialien zu reduzieren und andererseits für volle Transparenz innerhalb der Lieferkette zu sorgen", sagt Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin von Vier Pfoten.

"Wear it Kind"
Unglaubliche zwei Milliarden Tiere werden weltweit für Mode genutzt. Vier Pfoten hat in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich für Verbesserungen in der Textilbranche gesorgt: Zuletzt konnte man die Marken Puma und Calvin Klein davon überzeugen, auf Mulesing-Wolle zu verzichten. Trotz schmerzfreier Alternativen werden beim grausamen Mulesing jungen Merino-Lämmern ohne Betäubung große Hautstücke vom Hinterteil abgeschnitten, um Fliegenbefall zu verhindern. Darüber hinaus hat Vier Pfoten das Fur Free Retailer-Programm zum Erfolg geführt, bei dem sich über 1.500 Marken dazu verpflichtet haben, nie wieder Pelz zu verwenden.

„Mit unserem 'Wear it Kind'-Programm wollen wir nicht nur Bewusstsein für Tierqual in der Modeindustrie schaffen, sondern tatsächlich langfristig etwas verändern. Denn während Pelz zwar seit einiger Zeit im internationalen Fokus steht, gibt es auch viele andere grausame Praktiken wie das Lebendrupfen von Gänsen und die brutalen Tötungs- und Haltungsbedingungen von Tieren, die für die Produktion von Leder missbraucht werden. Gemeinsam können wir diese Grausamkeiten beenden und auf eine tierfreundliche Modezukunft hinarbeiten“, erklärt Weissenböck.

Konsumenten können die Petition zu „Wear it Kind“ hier https://help.four-paws.org/en/take-pledge-wear-it-kind unterzeichnen. Unterstützeren aus der Modeindustrie können sich für Tiere hier einsetzen: https://wearitkind.Vier-Pfoten.at/brancheninformationen

Informationen dazu und zu weiteren Vier Pfoten-Aktivitäten erhalten Sie laufend und, wann immer möglich, in Echtzeit auf den Social Media-Kanälen von Vier Pfoten:

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Vier Pfoten ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Nutz-, Heim- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Österreich, Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt Vier Pfoten für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. (red)

www.Vier-Pfoten.at

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