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Spar hat genug von zu viel Zucker © Andreas Tischler

VereintIm Februar 2017 hat Spar dem Zucker den Kampf angesagt – die vereinten Zuckergegner: Markus M. Metka, Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel, Fritz Hoppichler.

© Andreas Tischler

VereintIm Februar 2017 hat Spar dem Zucker den Kampf angesagt – die vereinten Zuckergegner: Markus M. Metka, Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel, Fritz Hoppichler.

Redaktion 19.01.2018

Spar hat genug von zu viel Zucker

Der Händler hat bereits in 50 Eigenmarken-Produkten Zucker reduziert – an weiteren 300 wird gearbeitet.

SALZBURG. Im Februar 2017 hat Spar verlautet, Zucker in den Eigenmarken zu reduzieren. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr.med. Markus M. Metka und Prim. Univ.-Prof. Dr.med. Fritz Hoppichler (Mitglieder des wissenschaftlichen Ärztebeirats) wurden drei starke Maßnahmen gesetzt: Erstens die Zucker­reduktion, weiters der Zuckerverzicht sowie die Forcierung von Zuckeralternativen. Nun, etwa ein Jahr danach, wurde Bilanz gezogen: In mehr als 50 Eigenmarkenprodukten hat Spar bereits den Zucker reduziert. Bei rund 300 weiteren Spar-Eigenmarkenprodukten wird an der Zuckerreduktion gearbeitet. Mindestens 1.000 t Zucker entfernt Spar in den nächsten Jahren aus den Eigenmarkenprodukten.

„Wir setzen bewusst darauf, weniger Zucker in unseren Spar-Eigenmarken zu verarbeiten, um unseren Kundinnen und Kunden gesündere Lebensmittel bieten zu können. Wichtig ist uns, dass die Zuckerwahrnehmung der Konsumenten geschärft wird und öfter zu gesunden Produkten gegriffen wird. Das heißt, wir reduzieren Zucker anstatt ihn gegen Zuckerersatzstoffe auszutauschen. Denn der beste Weg für eine gesündere Ernährung ist die generelle Reduktion von Zucker”, so Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel. Er führt aus: „Es freut uns sehr, dass wir hier beispielgebend in Europa agieren. Spar ist wieder einmal Vorreiter, und es ist schön, dass nun auch weitere Unternehmen unserem Beispiel folgen. Ich hoffe, dies ist der erste Schritt, sodass auch die Industrie die Notwendigkeit der Zuckerreduktion erkennt”, sagt Drexel weiter.

Rezepturen geändert

Limonaden und Softdrinks, Müslis, Eissorten, Fruchtkonserven, Fruchtriegel und Jogurts der Spar-Eigenmarken kommen bereits mit weniger Zucker aus. Im vergangenen Jahr hat Spar alle Eigenmarkenprodukte analysiert und die Rezepturen von mehr als 50 Produkten geändert. So enthält heute das Spar Natur*pur Jogurt nur noch 12 g Zucker pro 100 g oder die Spar Vital Vollkorn Müslibasis nur noch 0,8 g Zucker auf 100 g. Diese Anteile entsprechen den Ernährungsempfehlungen der WHO. „Zuckerreduktion und Zuckerverzicht stehen im Vordergrund, dieses im Februar 2017 abgegebene Versprechen haben wir gehalten”, so Drexel.

Grundsätzlich stellt Spar die Zuckerreduktion in den Vordergrund. Für Dinge wie Weihnachtskekse, die ohne Zucker schwer auskommen, bietet Spar sinnvolle Alternativen – etwa unter der gesunden Eigenmarke Spar Vital Zuckeralternativen, wie Birkenzucker. (red)

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