Tchibo reagiert
© HRpixel
Kaffeefarmer in Vietnam: Tchibo arbeitet im Rahmen seines Kaffeeprogramms mit 22.000 Kaffeefarmen in neun Ländern.
RETAIL Redaktion 15.05.2026

Tchibo reagiert

Am volatilen Kaffeemarkt will Tchibo für mehr Stabilität sorgen und setzt auf das Programm „Coffee2Stay“.

WIEN. Die Kaffeebranche steht zunehmend unter Druck: Klimawandel, volatile Rohstoffmärkte und wirtschaftliche Probleme in den Anbauregionen erschweren die Situation für viele Kaffeefarmer. Tchibo reagiert darauf mit dem Ausbau seines Kaffeeprogramms „Coffee2Stay“, das direkt in den Ursprungsländern ansetzt. Ziel ist es, bis 2027 den gesamten Rohkaffee verantwortungsvoll einzukaufen. „Mit ‚Coffee2Stay‘ gehen wir sicher nicht den einfachen Weg, aber jenen mit mehr Wirkung“, erklärt Paul Unterluggauer, Geschäftsführer Tchibo Österreich.

Im Mittelpunkt des Programms stehen direkte Partnerschaften mit Kaffeefarmen und lokal angepasste Maßnahmen. Statt ausschließlich auf Zertifizierungen zu setzen, investiert Tchibo in klimaangepasste Anbaumethoden, höhere Produktivität und bessere Qualität, um Einkommen langfristig abzusichern.

„Es geht um den direkten Kontakt und maßgeschneiderte Lösungen, die nicht nur Mindeststandards sicherstellen, sondern echte Verbesserungen im Ursprung bewirken“, so Unterluggauer. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit rund 22.000 Kaffeefarmen in neun Anbauländern zusammen, darunter Brasilien, Guatemala, Vietnam und Uganda. Der Anteil des Rohkaffees aus dem eigenen Programm liegt derzeit bei rund 27%. Bis Ende 2026 sollen es 40% sein, bis 2027 die gesamte Menge. Langfristig sollen es 80.000 Partner sein.

Das Programm basiert auf vier Prinzipien: regionale Lösungen, klimaresistente Anbaumethoden, Partnerschaften auf Augenhöhe und enge Zusammenarbeit vor Ort. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL