WIEN. Der Konsumgüterkonzern Unilever stellt infolge steigender Rohstoffpreise mögliche Preiserhöhungen für Produkte wie Waschmittel und Reinigungssprays in Aussicht. Hintergrund sind die Auswirkungen des Konflikts im Iran, der die Preise für Öl, Gas und Petrochemikalien deutlich nach oben treibt. „Preiserhöhungen sind wirklich unser letztes Mittel“, betont Finanzchef Srinivas Phatak.
Besonders betroffen könnten laut Unternehmen Märkte außerhalb Europas sein, da Unilever einen großen Teil seines Geschäfts mit Haushaltsprodukten in Schwellenländern erzielt. Konkrete Angaben zu Zeitpunkt und Ausmaß möglicher Anpassungen machte Phatak nicht. Stattdessen sei geplant, „kleinere Maßnahmen“ zu setzen, um die Geschäftsentwicklung nicht zu belasten.
Neben den Rohstoffen verteuern sich auch Verpackungen und Transport. Unilever prüft daher Möglichkeiten, die Kosten entlang der Lieferkette zu senken, etwa durch Anpassungen bei Produktrezepturen. Insgesamt erwartet der Konzern für das laufende Jahr Kostensteigerungen zwischen 2,7% und 3,3%, die laut Management als beherrschbar gelten.
Operativ zeigt sich das Geschäft stabil. Im ersten Quartal stieg der Umsatz organisch um 3,8% und lag damit über den Erwartungen. Treiber war vor allem die Nachfrage in Schwellenländern wie Brasilien und Indien sowie im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel. Wechselkurseffekte drückten jedoch auf die Entwicklung, sodass der Umsatz nominal um 3,3% auf 12,6 Mrd. Euro zurückging.
In Nordamerika blieb das Wachstum mit 2,1% hinter den Erwartungen. Konzernchef Fernando Fernandez bestätigte dennoch den Ausblick, will diesen aber im nächsten Quartal überprüfen, sobald die Auswirkungen des Nahostkonflikts klarer sind. Insgesamt rechnet Unilever mit zusätzlichen Kosten von bis zu 500 Mio. Euro.
Strategisch treibt der Konzern den Umbau weiter voran. Ziel ist eine stärkere Fokussierung auf die Bereiche Schönheit und Wohlbefinden. Parallel dazu startet ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Mrd. Euro, das spätestens Anfang Juli abgeschlossen sein soll.
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