WKÖ begrüßt EU-Klage gegen ungarische Sondersteuer
© APA/Eva Manhart
Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich
RETAIL Redaktion 04.05.2026

WKÖ begrüßt EU-Klage gegen ungarische Sondersteuer

WIEN. Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich sieht in der Klage der EU-Kommission gegen Ungarn ein klares Signal für den europäischen Binnenmarkt. Hintergrund ist eine Sondersteuer auf Gewinne von Supermarktketten (prominentes Beispiel: Spar), gegen die nun vor dem Europäischen Gerichtshof vorgegangen wird. „Für die Wirtschaft und insbesondere den Handel ist das ein wichtiges Signal: Der Binnenmarkt funktioniert nur, wenn alle Mitgliedstaaten die gemeinsamen Regeln respektieren“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich.

Besonders betroffen sind österreichische Handelsunternehmen mit Engagement in Ungarn. Die Klage schafft aus Sicht der WKÖ mehr Rechtssicherheit und wirkt einseitigen Belastungen entgegen. „Österreichische Handelsketten sind hier direkt betroffen. Umso wichtiger ist die Unterstützung auf nationaler und europäischer Ebene“, so Trefelik.

Die WKÖ setzt sich seit Jahren auf europäischer Ebene für rechtsstaatliche Rahmenbedingungen und faire Wettbewerbsverhältnisse ein. Immer wieder weist die Interessenvertretung auf Maßnahmen einzelner Mitgliedstaaten hin, die zu Verzerrungen im Wettbewerb führen können.

„Die WKÖ bringt die Anliegen der heimischen Unternehmen konsequent in Brüssel ein und setzt sich für faire Wettbewerbsbedingungen im Binnenmarkt ein“, betont Trefelik.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL