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Flexibilität gefragt © Panthermedia.net / vova130555@gmail.com

Gen Y und Z wünschen sich Flexibilität und Organisationen, in denen Entwicklungsmöglichkeiten klar kommuniziert werden.

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Gen Y und Z wünschen sich Flexibilität und Organisationen, in denen Entwicklungsmöglichkeiten klar kommuniziert werden.

Redaktion 25.03.2022

Flexibilität gefragt

Wie Gen Z und Millennials die Leadership-Kultur ­verändern. Ein Gastkommentar über die Führung der Zukunft.

Gastkommentar ••• Von Natalie Bairaktaridis

WIEN. Flexibilität versus Sicherheit, Ausbildung versus Erfahrung, digital versus analog: Die Dynamiken und Anforderungen an die Arbeitswelt verändern sich. In wenigen Jahren werden die Generation Y (Mil­lennials) und Z die Dominierenden am Arbeitsmarkt sein, mit ihnen geht jedoch auch ein neues Arbeitsverständnis einher. Sie sind mit dem Internet und neuen Technologien aufgewachsen, sind entsprechend digitalaffin. Ihre Ausbildung ist differenzierter als die der vorherigen Generationen. Sie wünschen sich Flexibilität, hohe Responsiveness und Organisationen, in denen Entwicklungsmöglichkeiten klar kommuniziert werden. Führungskräfte müssen daher stärker darauf fokussieren, um aus diesen Merkmalen Potenziale zu bilden.

Weniger Kommunikationsskills

Gleichzeitig sind die Kommunikationsskills der Gen Y und Z wegen der überwiegenden Online-Kommunikation nicht mehr so geschliffen und ausgereift. Hinzu kommt, dass sie rascher Motivation und Fokus bei langfristigen Projekten verlieren. Was es also braucht, ist eine kollaborative und partizipative Führung dieser Generationen und ein Umfeld, in dem sie sich ihren Stärken gemäß weiterentwickeln können. Selbstbestimmtes Arbeiten und flache hierarchische Strukturen stehen ganz oben auf der Prioritätenliste. Zumindest die Angst vor der Digitalisierung und dem Wegfall ihrer Arbeitsplätze muss ihnen nicht mehr genommen werden. Gerade die Generation Z glaubt am stärksten daran, dass die digitale Transformation für höhere Effizienz und mehr Flexibilität sorgen kann.

Voneinander lernen

Unterschiedliche Generationen in einem Unternehmen sollten von- und miteinander lernen und offen dafür sein, voneinander lernen zu können. Dadurch können Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam positive Unternehmenskulturen und „sozial gesunde” Arbeitswelten gestalten. Das Wohlbefinden in Teams ist ein wesentlicher Parameter erfolgreicher und nachhaltiger Transformationsprozesse. Gemeinschaftlich kann die Führung der Zukunft gelingen.

Natalie Bairaktaridis ist Managing Partner Ward Howell International in Wien.

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