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Schulterschluss © Anna Stöcher

market-Chef Werner Beutelmeyer, Helmut Schwarzl (Geberit), Iris Ortner (Ortner-Gruppe), Thomas Salzer (Salzer, IV NÖ) und Stephan ­Wabnegger (Geberit, v.l.).

© Anna Stöcher

market-Chef Werner Beutelmeyer, Helmut Schwarzl (Geberit), Iris Ortner (Ortner-Gruppe), Thomas Salzer (Salzer, IV NÖ) und Stephan ­Wabnegger (Geberit, v.l.).

Redaktion 02.02.2018

Schulterschluss

market-Studie zur Sanitärbranche: hohe Nachfrage, zu wenig Fachkräfte; Geberit unterstützt die Installateure.

WIEN. Eine Studie des market-Instituts bescheinigt der Sanitär-Branche eine positive Grundstimmung. Gute Auftragslage und Wirtschaftswachstum sorgen für gute Laune, 72% der Befragten betrachten die Situation als „sehr positiv” oder „eher positiv”.

„Niedrige Zinsen auf Kredite begünstigen Bautätigkeiten und Investitionen ins Eigenheim”, sagt Stephan Wabnegger, Geschäftsführer der Geberit Vertriebsgesellschaft in Österreich. „Sanitäranlagen nehmen hier nicht nur einen der größten Kostenpunkte ein, sondern sind momentan auch die gefragtesten Investitionen ins Eigenheim”, ergänzt Helmut Schwarzl, Geschäftsführer der Geberit Produktionsgesellschaft in Österreich.

Problem Fachkräftemangel

Allerdings deutet vieles darauf hin, dass der derzeitige Aufschwung schwer zu halten sein wird; vor allem der Fachkräftemangel macht der Branche zu schaffen. „Besonders bei geburtenschwachen Jahrgängen und wegen der Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten herrscht ein großer Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte”, sagt Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich und Geschäftsführer der Salzer Gruppe. Es sei „wichtig, sowohl den Stellenwert der Lehre als auch die Attraktivität der Branche zu steigern. Junge müssen gezielt zur Lehre motiviert werden; ­gefordert ist an dieser Stelle auch die Bildungspolitik”, erklärt Iris Ortner, Mitglied der Geschäftsführung der IGO-Ortner Gruppe und Geschäftsführerin der Ortner GmbH. Geberit will als Folge der Studienergebnisse seine Bemühungen intensivieren, um die österreichischen Installateure auf der Suche nach Installateur-Nachwuchs zu unterstützen.

Kampagne für Schüler

„Wir streben einen Schulterschluss mit der Sanitärbranche im Kampf gegen den Fachkräftemangel in Österreich an”, so Wabnegger. „Wir bilden zwar selbst keine Installateure aus, schulen aber pro Jahr über 3.700 Personen der HKLS (Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär)-Branche bei Trainings im eigenen Haus sowie bei externen Veranstaltungen.” Um den Lehrberuf des Installateurs wieder attraktiver zu machen, geht Geberit heuer mit einer Lehrlingskampagne in österreichische Schulen. (red)

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