Kreislaufwirtschaft groß und klein
© Linz AG/Fotokerschi
DOSSIERS Redaktion 07.06.2024

Kreislaufwirtschaft groß und klein

Abfallreduzierung schont die Ressourcen – die Linz AG hat dazu viele Projekte.

LINZ. Ist von Klimazielen die Rede, wird immer öfter die Kreislaufwirtschaft mit all ihren Vorteilen wie Abfallredu­zierung und Ressourcenschonung genannt. In der Linz AG hat sie längst einen festen Platz, denn richtiges Trennen, Sammeln und Weiterverwenden von Abfällen trägt viel zum Schutz unseres Lebensraums bei. In Zukunft wird dieses Feld noch an Bedeutung gewinnen. Linz AG Abfall setzt schon heute in vielen Segmenten auf Kreislaufwirtschaft. Wie ein geschlossener Kreis wirkt, lässt sich am besten anhand von ­Beispielen erklären.

Biotonnenweise zurück

Nicht alle wissen vielleicht, dass Linz die erste größere Stadt Österreichs mit flächendeckender Bioabfall-Sammlung war. Schon seit 1994 werden biogene Abfälle in der Landeshauptstadt gesammelt. Heute stehen dafür rund 15.500 Biotonnen zur Verfügung. Zurück zur Natur gelangt der Bioabfall über den Umweg einer speziellen Aufbereitung als wertvoller Kompost.

Kreislauf der Dinge

Das erste Altstoffsammelzentrum (ASZ) wurde in Linz 1993 eröffnet. Inzwischen betreibt die Linz AG im Stadtgebiet vier ASZ als moderne Serviceeinrichtungen. Die kreislaufwirtschaftliche Rolle der Zentren wird u.a. durch die Revital-Partnerschaft unterstrichen. Ziel der österreichweiten Revital-Sammlung ist die Wiederverwendung von noch brauchbaren Altwaren wie Kinderspielzeug, Textilien oder Elektrokleingeräten. Die Revital-Shops der Volkshilfe verkaufen die aufbereiteten Waren kostengünstig, und der Kreislauf der Dinge macht somit doppelt Sinn.

Aus Abfällen wird Energie

Einen Meilenstein in Sachen Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft setzte die Linz AG mit der Inbetriebnahme der Reststoffaufbereitungsanlage (RABA) 2012. Seither werden Restabfälle darin auf­bereitet. Wertstoffe wie Eisen und Nicht-Eisenmetalle werden zur Verwertung aussortiert, der Rest wird über eine Fördereinrichtung ins benachbarte Reststoffheizkraftwerk der Linz AG (RHKW) geschickt. Dort wird aus Abfällen umweltfreundlich Strom und Fernwärme erzeugt.

Sammeln unter der Erde

Eine einfache und saubere Abfallentsorgung ist dank der Unterflurbehälter garantiert. Die großen Abfallbehälter unter der Erde fassen ein Vielfaches der Menge, beispielsweise ersetzt ein Unterflurbehälter fünf reguläre Leichtverpackungsbehälter. Das innovative System besteht aus großen unterirdischen Sammelbehältern. Über der Erde sind nur die Einwurfsäulen und die begehbare Plattform sichtbar. Bei der Wohnanlage gibt es insgesamt neun Behälter, in denen die Abfälle gesammelt werden.

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