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Covid trifft die RBI © David Sailer

Johann Strobl, CEO der RBI: „ Wir verfügen über eine gute Kapitalausstattung und eine starke Liquiditätsposition.“

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Johann Strobl, CEO der RBI: „ Wir verfügen über eine gute Kapitalausstattung und eine starke Liquiditätsposition.“

Redaktion 20.08.2020

Covid trifft die RBI

Pandemie und Lockdown beeinträchtigten auch das ­Halbjahresergebnis der Raiffeisen Bank International.

WIEN. Die Raiffeisen Bank International (RBI) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 ein Konzernergebnis in Höhe von 368 Mio. €. Das Konzernergebnis sank im Periodenvergleich um 203 Mio. €, meldet das Unternehmen.

Es ist durch direkte und indirekte Effekte aus der Covid-19-Krise belastet; dies betrifft die Kreditrisikokosten sowie Auswirkungen von Zahlungsmoratorien und Wertminderungen bei Beteiligungen und Firmenwerten.

Solide Verfassung trotz Krise
„Die RBI befindet sich in einer soliden Verfassung. Wir verfügen über eine gute Kapitalausstattung und eine starke Liquiditätsposition. Wir lassen unseren Ausblick unverändert. Wir rechnen damit, dass die RBI in diesem Jahr einen Konzern-Return-on-Equity im mittleren einstelligen Bereich erwirtschaften wird“, sagte Vorstandsvorsitzender Johann Strobl.

Am stärksten sichtbar wurde die Rezession bei den Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die nunmehr 312 Mio. € erreichten, nachdem sie im Vorjahr noch bei sehr niedrigen 12 Mio. € gelegen waren, so die RBI.
Unter Berücksichtigung des Halbjahresergebnisses ergab sich (jeweils fully loaded) eine harte Kernkapitalquote von 13,2%, eine Kernkapitalquote von 14,6% und eine Eigenmittelquote von 17,5%.

Lockdown brachte Rückgang
„Nach einer erfreulichen Ertragsentwicklung im ersten Quartal hatten wir im zweiten Quartal aufgrund des Lockdowns einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Mittlerweile beobachten wir in vielen Bereichen eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten“, so CEO Strobl.

„Wir erwarten ein geringes Kreditwachstum für 2020. Die Neubildungsquote dürfte aus aktueller Sicht im Jahr 2020 auf rund 75 Basispunkte steigen, abhängig von Dauer und Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs.

Zum heutigen Zeitpunkt und basierend auf unseren Einschätzungen erwarten wir für 2020 einen Konzern-Return-on-Equity im mittleren einstelligen Bereich. Basierend auf dieser Zielquote, beabsichtigen wir Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses“, sagte der RBI-Vorstandsvorsitzende. (rk)

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