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Online zum Wunschberater © baningo/ Mario Larcher

baningo-Gründern (im Bild Meinl) sind „selbstbestimmte Bankbeziehungen“ wichtig.

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baningo-Gründern (im Bild Meinl) sind „selbstbestimmte Bankbeziehungen“ wichtig.

Redaktion 10.09.2015

Online zum Wunschberater

Das Start-up baningo bietet einen unabhängigen Banken-Beratermarkt im Internet an. Die Erschließung weiterer Segmente – z.B. Versicherungen – dürfte folgen.

••• Von Linda Kappel

WIEN. Aus einem Mangelgefühl aus eigener Erfahrung und jener im Freundes- und Bekanntenkreis heraus entstand Ende Juni die baningo GmbH. „Uns fehlte ein bankenübergreifender Zugang, unter dem man mehrere Berater mit diversen fachlichen Spezialisierungen online finden, vergleichen und ­kontaktieren kann“, sagen die Gründer Max Nedjelik und Harald Meinl im Gespräch mit medianet – der dritte im Bunde ist CTO ­Michael Niessl.
In der Praxis hätten Bankkunden kaum Wahlfreiheit, Bankberater würden zumeist zugeteilt und vom Kunden akzeptiert. Wer vergleichen will, muss die diversen Institute und Personen einzeln abklappern.
Auf www.baningo.com kann der User seit 1. September 2015 mit der Suchfunktion Kriterien festlegen, die sein Bankberater erfüllen soll: Spezialisierungen, Berufserfahrung, Fremdsprachenkenntnisse, Erreichbarkeit zur Wunschzeit, Distanz zum Wunschort, Art der Kontaktaufnahme, etc. Es sei verwunderlich, so die Gründer, dass in der heutigen Zeit der „offenen Architekturen“ und des Umbruchs auch in der Finanzwelt die Banken ihren Kunden bisher nicht freigestellt haben, ihren Berater selbst auszusuchen. „Es geht nicht da­rum, Kunden zu verlieren, sondern so erst recht zu gewinnen“, so ­Nedjelik. Das Nutzererlebnis stehe im Vordergrund.

Vertriebskanäle optimieren
Auf baningo erhalten die Themenbereiche „Konto/Zahlungsverkehr“, „Finanzierung/Kredite“, „Veranlagung/Vorsorge“ und „Firmenkunden/freie Berufe“ einen unabhängigen Marktplatz im Internet. Eine spätere Ausdehnung des Service auf weitere Segmente wie etwa Versicherungen ist für Nedjelik naheliegend. „Der Kunde selbst trägt keine Kosten, die Beraterprofile kosten jede Bank das Gleiche, Provisionen nehmen wir nicht“, begründet Meinl die Unabhängigkeit. Zusatznutzen für die Banken: Sie erhalten Informationen aus den Suchabfragen und können so ihre Vertriebskanäle optimieren. Neben der Bank Austria machen die Oberbank, Hypo NÖ und WSK Bank mit. „Wir verstärken durch die Präsenz auf der neuen Plattform die persönliche Beratung in unserer Online-Filiale SmartBanking“, heißt es dazu bei der Bank
Austria.

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