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So gehen Sie im Urlaub richtig mit Ihrem Geld um © PantherMedia/ArturVerkhovetskiy
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Redaktion 09.07.2021

So gehen Sie im Urlaub richtig mit Ihrem Geld um

Die Erste Bank und Sparkassen geben wichtige Tipps, um Reibungsverluste in der Urlaubskasse zu vermeiden.

WIEN. Ab in den Urlaub heißt es für viele Österreicher. Wurden 2020 pandemiebedingt nur 1,9 Mio. Urlaubsreisen ins Ausland verzeichnet, so waren es 2019 rund 6,7 Mio. Für das heurige Jahr wird wieder eine Zunahme erwartet. Gerade bei Aufenthalten in Nicht-Euro-Ländern gilt es aber, einiges rund ums Bezahlen und Geldbeheben zu beachten.  Hier die wichtigsten Tipps von den Fachleuten von Erste Bank und Sparkasse, wie man das Budget möglichst nicht mit zusätzlichen Kosten belastet. Geld vor Urlaubsantritt bei der Hausbank wechseln: Benötigt man Fremdwährung, sollte diese noch vor Urlaubsantritt besorgt werden – am besten bei der Hausbank.

Guten Kurs sichern
„Wechselstuben in den Urlaubsdestinationen verrechnen meist einen schlechteren Kurs und hohe Spesen. Vor Reiseantritt sollte man sich auch über den Währungskurs und mögliche Schwankungen informieren“, so Ertan Piskin, Zahlungsverkehrsexperte der Erste Bank. Immer ein wenig Bargeld für Kleinigkeiten mitführen: Bargeldloses Bezahlen ist in Österreich seit der Pandemie weit verbreitet. Doch nicht in allen Ländern gibt es eine vergleichbare flächendeckende Versorgung mit Bezahlterminals für Kredit- und Debitkarten.

Die Limits für Bares
Bargeldobergrenzen im Ausland beachten: Barzahlungen können in einigen EU-Ländern nur bis zu einer bestimmten Höhe vorgenommen werden.  „Erkundigen Sie sich frühzeitig über die Bargeldobergrenze in Ihrer Zieldestination“, rät Piskin. Zum Beispiel dürfen in Griechenland nur Beträge bis 500 € bar bezahlt werden, in Italien liegt diese Höchstgrenze bei 2.999,99 €. Wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. In Italien zum Beispiel beträgt die Mindeststrafe beachtliche 3.000 €.

Immer in Landeswährung!
Kartenzahlung in Nicht-Euro-Ländern in Landeswährung: In Nicht-Euro-Ländern sollte man immer in Landeswährung zahlen. Der Grund: Zahlungen in Euro gehen meist mit einer schlechten Kursabrechnung einher.
GeoControl überprüfen und gegebenenfalls deaktivieren: In Destinationen außerhalb Europas ist GeoControl bei Debitkarten automatisch aktiviert. Das Bargeldbeheben an Geldausgabeautomaten ist damit für bestimmte Regionen außerhalb Europas gesperrt.
Zahlungslimit der Debit- und Kreditkarte anpassen: Steht eine Reise in ein Land mit erhöhter Kriminalität an, sollten die Kartenlimits überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Ohne Anfassen
Kontaktlos bezahlen und Bankkarten-Backup: Grundsätzlich gilt – dort, wo es möglich ist – das kontaktlose Bezahlen mit der Karte als gute und sichere Alternative. Neben dem eingangs erwähnten Mix aus Zahlungsmitteln ist auch ein Bankkarten-Backup ratsam.

Bargelbbehebung außerhalb des Euro-Raums mit Debitkarte: Eine Geldbehebung ist in Urlaubsländern außerhalb des Euro-Raumes mit einer Debitkarte am günstigsten. Aber Vorsicht: Vereinzelt werden in manchen Ländern vom Geldausgabeautomaten-Betreiber zusätzliche Entgelte verrechnet; darauf muss allerdings vor der Behebung hingewiesen werden.

Achtung am Geldautomaten
Bei Bargeldbehebung auf die Umrechnung in Euro verzichten: Das Umrechnen in die Heimatwährung am Geldautomaten in der Nicht-Eurozone kann zu hohen Gebühren führen.
Bargeldbehebungen mit Kreditkarten vermeiden: Zur Bargeldbehebung sind Kreditkarten nicht gedacht und sollten dafür aufgrund der relativ hohen Gebühren nur in Notfällen verwendet werden. Kreditkarten sind aber aufgrund ihrer Sicherheit empfehlenswert. Geht diese verloren oder wird sie gestohlen, kommt im Falle von Missbrauch die Bank für die Schäden auf – sofern der Inhaber nicht fahrlässig gehandelt hat.
Codes der Bankkarten einprägen: Persönliche Codes von Debit- und Kreditkarten dürfen niemandem zugänglich sein; deshalb sollte man sich diese gut einprägen und nirgends notieren.

Versichern beruhigt
Reiseversicherungen im Rahmen der Kreditkartenverträge prüfen: Kreditkartenverträge beinhalten oft Reiseversicherungen. Eine vom Reiseveranstalter angebotene Reiseversicherung ist in manchen Fällen gar nicht notwendig, da zum Beispiel eine Reisegepäcks- oder Reise-Unfallversicherung bereits im Rahmen von Kreditkartenverträgen enthalten ist. „Informieren Sie sich deshalb vor Urlaubsantritt über das Ausmaß Ihres Versicherungsschutzes“, so Piskin.

Prepaid-Karten für den Notfall: Prepaid-Karten sind im Urlaub als „eiserne Reserve“ zu empfehlen. Diese mit Guthaben beladenen Visa-Karten sind als weltweiter Reisebegleiter im Kartenformat eine zusätzliche Einkaufsreserve und eignen sich z.B. für Shopping oder Restaurantbesuche.

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