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Was die Österreicher heuer beim Geld planen © Panthermdia.net/Bernd Schmidt
© Panthermdia.net/Bernd Schmidt

Redaktion 10.01.2020

Was die Österreicher heuer beim Geld planen

ING-Umfrage: Mehr Sparen, günstigere Anbieter und einen besser bezahlten Job suchen liegen im Trend.

••• Von Reinhard Krémer


WIEN. „Mehr sparen”, lautet der wichtigste Finanzvorsatz der Österreicher für das neue Jahr. „Einen günstigeren Anbieter suchen” folgt gleich auf Platz zwei – das Jahr 2020 scheint einen nächsten Höhepunkt beim Anbieterwechsel zu bringen.

Was Österreicher wollen

Dass „mehr sparen” die Liste der Finanzvorsätze für 2020 anführt, ist wenig überraschend; dass „einen günstigeren Anbieter suchen” gleich auf Platz zwei folgt eher schon – ein starkes Signal für die erhöhte Wechselbereitschaft der sonst eher unbeweglichen Österreicher, wie die aktuelle Umfrage der ING in Österreich zeigt.

Sparen auf allen Ebenen

40% der repräsentativ Befragten wollen mehr auf die Seite legen, 25% wollen einen günstigeren Anbieter für Energie, Versicherung oder Telefon suchen und 12% zu einer Bank mit günstigeren Konditionen wechseln.

„Es kommt zusehends mehr Bewegung in den Markt – langsam, aber doch”, stellt auch ING Österreich-CEO Barbaros Uygun fest. Stärker als je zuvor würden Konsumenten Einsparungs­potenziale nutzen wollen, sagt der ING-Österreich-Boß

Was die Studie noch zeigt

Weitere Ergebnisse der Studie hier in Kurzform: 17% der Befragten wollen sich einen besser bezahlten Job suchen, und immerhin 12% wollen mehr Augenmerk auf Alternativen zum Sparbuch wie zum Beispiel Investmentfonds legen.

Ebenfalls 12% wollen heuer mehr in die Vorsorge investieren. Nur zwei Prozent wollen heuer einen Kredit aufnehmen – eine interessante Entwicklung im aktuellen Niedrigzinsumfeld. 30% der Befragten gaben an, sich nicht mit den Finanzen zu beschäftigen beziehungsweise es einfach auf sich zukommen lassen zu wollen, und nur magere 16% der Befragten erstellen überhaupt ein Haushaltsbudget.

Optimieren und Einsparen

„Egal wie die persönliche Ausgangslage ist – sich nicht ausreichend mit den Finanzen zu beschäftigen, halte ich für einen Fehler”, meint Uygun.

Allein im Bereich des Bankings gäbe es eine Vielzahl an Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten.
„Es ist so einfach, seine private Bilanz zu verbessern, zum Beispiel durch Gratiskonten, günstigere Kredite oder Anlagevarianten mit höherer Rendite”, ist der ING Österreich-Chef überzeugt.

Positiv ins Finanzjahr 2020

Insgesamt 40% der Österreicher gehen von einer guten persönlichen Finanzlage im neuen Jahr aus, 38% erwarten sich weder Verbesserungen noch Verschlechterungen. Besonders positiv gehen die Tiroler ins neue Jahr; hier sind es ganze 53%, die von einem guten Finanzjahr 2020 ausgehen.

Der Westen ist optimistischer

Auch die Vorarlberger und Wiener blicken mit je 47% hoffnungsfroh auf ihre persönliche Geldlage – was man von den Oberösterreichern und Burgenländern partout nicht behaupten kann. Denn in Oberösterreich geben sich nur magere 32% klar optimistisch, und im Burgenland sehen überhaupt nur 27% ein gutes Finanzjahr vor sich, wobei sich hier auch ganze 47% weder Verbesserungen noch Verschlechterungen erwarten.

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