WIEN. Wie wirkt sich eine Krebserkrankung auf die Erwerbstätigkeit aus? Dieser Frage ist die Statistik Austria in einer aktuellen Untersuchung nachgegangen. Das Ergebnis: Welche Auswirkungen Krebserkrankungen auf die Erwerbstätigkeit haben, hängt maßgeblich von der Art des Tumors ab. So hatten Patienten mit Gehirntumor starke Einschnitte in der Erwerbsbeteiligung, und das ganz unabhängig vom Alter. Bei Erkrankten über 30 Jahren führte wiederum Lungenkrebs zu den stärksten Einschränkungen.
86 Prozent wieder erwerbstätig
Eigens für die Untersuchung wurde das Konzept der relativen Erwerbswahrscheinlichkeit (REW) entwickelt. Zwei Jahre nach der Krebsdiagnose liegt die REW bei knapp über 86%. Das heißt, dass Betroffene mit einer um 14% geringeren Wahrscheinlichkeit erwerbstätig sind, als die österreichische Bevölkerung im gleichen Alter. Aber auch die REW hängt von der Art des Tumors ab: Bei malignen Melanomen und Schilddrüsenkrebs liegt sie bei je 100%, was bedeutet, dass Betroffene nicht in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt sind.
Mit einer REW von 70 beziehungsweise 61% am stärksten beeinträchtigt sind Menschen mit Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich sowie mit Lungenkrebs. Die Studie der Statistik Austria zeige, dass es ein großer Teil der Betroffenen schaffe, mit oder nach einer Krebserkrankung wieder erwerbstätig zu werden, hieß es von Seiten des Gesundheitsministeriums. „Gerade nach einer schweren Erkrankung ist ein sicherer, unterstützter Weg zurück ins Berufsleben entscheidend“, sagt Bundesministerin Korinna Schumann (SPÖ) und ergänzt: „Mit der Wiedereingliederungsteilzeit und dem Programm fit2work stellen wir zwei wichtige Instrumente zur Verfügung, die genau hier ansetzen.“
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