Gesundheitsausgaben nur leicht gestiegen
© APA/Helmut Fohringer
HEALTH ECONOMY Redaktion 06.02.2026

Gesundheitsausgaben nur leicht gestiegen

Laut neuen Daten sind die Ausgaben für Gesundheit 2024 um 0,5 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent des BIP gestiegen.

•• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Personal, Sach- und Betriebskosten sowie Honoraranpassungen – das sind die größten Treiber, wenn es um den Anstieg der Gesundheitsausgaben in Österreich geht. Laut jüngsten Daten der Statistik Austria ­flossen im Jahr 2024 rund 57,8 Mrd. € in die Gesundheitversorgung, um 4,4 Mrd. € oder 8,3% mehr als im Jahr davor. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung nahm zu – und zwar auf 11,7% des BIP, das entspricht einem Anstieg von 0,5 Prozentpunkten. Damit liege Österreich innerhalb der 38 OECD-Mitgliedsstaaten an vierter Stelle und somit „im oberen Spitzenfeld“, fasst die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, Manuela Lenk, zusammen.

Ausgaben für Ärzte
Geht man in die Details, so zeigt sich, dass die öffentliche Hand den Löwenanteil der Kosten trägt: Konkret kamen Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherungsträger im Jahr 2024 für 43,8 Mrd. € der laufenden Gesundheitsausgaben auf, was einem überdurchschnittlichen Anstieg von 7,7% im Vergleich zum Jahr davor entspricht. Ein deutliches Plus wurde etwa beim Aufwand für ambulante Leistungen in niedergelassenen Arzt-, Facharzt- und Zahnarztpraxen (plus 1,5 Mrd. € oder 12,8%), für häusliche pflegerische Leistungen (plus 11,8%) und für Leistungen der Krankentransporte und Rettungsdienste (plus 13,8%) verzeichnet. Generell seien diese Zuwächse auf gestiegene Personalausgaben, höhere Leistungshonorare sowie Sachkostenzuwächse zurückzuführen, heißt es.
Weniger Präventionsaufwand
Gegen den allgemeinen Trend gibt es einen auffälligen Ausreißer: Die Präventionsausgaben verzeichneten im beobachteten Zeitraum einen starken Rückgang um 45,1% – wegen der nochmals gesunkenen Covid-19-Gesundheitsaufwendungen.
Die privaten Ausgaben beliefen sich 2024 auf 14,04 Mrd. € bzw. 24,3%, womit sie gegenüber 2023 um 10,3% gestiegen sind – besonders für stationäre und ambulante Leistungen sowie häusliche pflegerischen Leistungen.

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