HEALTH ECONOMY
Hygiene im Blick © Lohmann & Rauscher International GmbH & Co. KG

Auf Einladung von L&R trafen sich Hygieneexperten und diskutierten, wie Infektionen eingedämmt werden können.

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Auf Einladung von L&R trafen sich Hygieneexperten und diskutierten, wie Infektionen eingedämmt werden können.

Redaktion 29.03.2019

Hygiene im Blick

Weil Antibiotika zunehmend resistent werden, rückt die Prävention von Infektionen wieder in den Vordergrund.

••• Von Martin Rümmele


WIEN. Postoperative Wundinfektionen (SSI) sind eine der häufigsten Arten nosokomialer Infektionen (NI). Und Letztere sind im Gesundheitssektor ein stetig wachsendes Problem. Etwa 2.400 Todesfälle treten nach Schätzungen von Experten jährlich im Zuge eines Krankenhausaufenthalts in Österreich auf. Die Zahl der Erkrankungen ist weitaus höher und macht damit einen Großteil aller im Krankenhaus auftretenden Komplikationen aus. Die Auslöser sind dabei zu fast 96% Bakterien.

Resistenzen und Hygiene

Dies ist allerdings nicht allein auf die zunehmende Resistenz von Erregern gegen die Behandlung mit Antibiotika zurückzuführen. Auch Hygienemängel können als Gründe ins Feld geführt werden. Diese Entwicklungen hat das deutsche Robert Koch-Institut zum Anlass genommen, seine Empfehlungen zur Prävention postoperativer Wundinfektionen zu aktualisieren. Einen weiteren Aspekt im Kampf gegen SSI und Antibiotikaresistenzen griff 2018 auch ein internationales Expertengremium auf, indem es auf die Vorteile moderner Wundantiseptika einging. Im Zuge einer vom Unternehmen Lohmann & Rauscher (L&R) initiierten Expertenrunde beleuchteten nun Fachleute die Möglichkeiten zur Vermeidung von postoperativen Wundinfektionen und diskutierten die Frage, wo Hygiene beginnt.

Die häufigsten Ursachen für NI sind demnach invasive Untersuchungen oder Therapien,wie zum Beispiel der Einsatz von Gefäß- und Harnwegskathetern, Ernährungssonden oder künstliche Beatmung. Erreger der körpereigenen Bakterienflora der Patienten können dabei in den Körper gelangen und eine entsprechende Infektion auslösen. Hinzu kommen Hygienemängel, besonders bei der Händehygiene, die zur Verbreitung von Erregern beitragen

Renaissance von Antiseptika

Diese Entwicklung lässt Experten einen neuen Blick auf die Wundantiseptik werfen, die jahrzehntelang in Vergessenheit geraten war. Aufgrund der guten Verträglichkeit, der mikrobioziden Wirkung im Gegensatz zur mikrobiostatischen Wirksamkeit von Antibiotika und der einfachen Anwendung moderner Wundantiseptika erleben diese derzeit wieder eine regelrechte Renaissance im Gesundheitswesen.

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