Kommunikationsbedarf zu Krebs nimmt weiter zu
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HEALTH ECONOMY Redaktion 13.02.2026

Kommunikationsbedarf zu Krebs nimmt weiter zu

Das Wissen über onkologische Themen ist zwar groß, bei der Früherkennung herrscht aber noch Nachholbedarf.

••• Von Sabine Stehrer

WIEN. Haben Sie selbst oder hat jemand in Ihrem Umfeld eine Krebserkrankung erlebt? Diese Frage beantworteten in einer aktuellen Umfrage 80% von 800 Österreichern mit „Ja“. Die Umfrage wurde im Auftrag von AstraZeneca von Spectra durchgeführt. Sie zeigte auch, dass die Menschen hierzulande wissen, wie wichtig die Früherkennung von Krebs hinsichtlich der Heilungsschancen ist. Doch das Wissen allein reiche nicht, damit die Angebote zur Früherkennung künftig besser angenommen werden, sagte Matthias Gronau von Spectra bei der Präsentation der Umfragedaten. „Dafür braucht es mehr persönliche Ansprachen, am besten durch den eigenen Arzt.“

Für Lungenkrebs-Screening
Besonders wichtig sei die Früherkennung bei Lungenkrebs, sagte der Leiter des Karl Landsteiner Instituts für Lungenforschung und pneumologische Onkologie, Arschang Valipour, anlässlich der Präsentation der Umfrage. „Lungenkrebs führt so oft zum Tod, weil er meist viel zu spät erkannt wird.“ Die Zukunft der Lungenonkologie beginne daher in der systematischen Früherkennung per Lungenkrebs-Screening für Raucher. Valipour und Romana Ruda, Managing Director des Future Health Lab, das sich für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Screening-Programmen engagiert, treten daher für die Einführung eines Lungenkrebs-Screenings ein, das es in etlichen anderen Ländern bereits gibt, wie in den USA, in China, England, Kroatien oder Polen.

Einen weiteren Faktor, der die Zukunft in der (Lungen)-Krebstherapie bestimmen soll, nannte Thomas Winder, Leiter der Abteilung für Innere Medizin II mit Onkologie am LKH Feldkirch. „Zunehmend kommen auch schon in frühen Krankheitsstadien immunonkologische und zielgerichtete Therapien zum Einsatz.“

Patient Advocates einbinden
Claas Röhl, Vorsitzender der Europäischen Patientenakademie in Österreich schlägt vor, künftig Patient Advocates stärker einzubinden, wenn es um Krebs geht. Und zwar schon in die Forschung, aber auch in die Motivation für Vorsorge und gesundheitspolitische Entscheidungen.

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