HEALTH ECONOMY
Neue Spitäler © KAV/Health Team KHN

Wien investiert in den kommenden Jahren kräftig in den Ausbau der Krankenhäuser. Jenes in Floridsdorf wird teurer.

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Wien investiert in den kommenden Jahren kräftig in den Ausbau der Krankenhäuser. Jenes in Floridsdorf wird teurer.

Redaktion 18.11.2022

Neue Spitäler

Wien setzt die nächsten Schritte in der Modernisierung der Spitäler. Alte Bauten könnten aber teurer werden.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Die Stadt Wien macht Ernst mit dem Neubau von Krankenhäusern. Im Zuge der Modernisierungspläne für die städtischen Spitäler soll unter anderem die Klinik Favoriten ab 2026 neu gebaut werden. Bestehende Einzelhäuser sollen durch ein zentrales Hauptgebäude ersetzt werden. Kosten soll das rund 750 Mio. €. Die Stadt zieht damit einen Schlussstrich unter die laufenden Ausbesserungen und Adaptionen der zum Teil mehr als 100 Jahre alten Pavillons und baut komplett neu.

Neubau in Ottakring

Neu errichtet wird auch Klinik Ottakring – vormals Wilhelminenspital –, wo die Pavillonstruktur aufgelassen wird. Bis inklusive 2030 ist dafür in einer ersten Phase ein Investitionsbudget in Höhe von 1,4 Mrd. € vorgesehen. Fertig sein soll der erste Neubau 2025. Das Hauptgebäude soll schrittweise zwischen 2030 und 2035 fertig werden, und 2034 soll das Eltern-Kind-Zentrum mit Geburtshilfe und Kinderabteilung eröffnen. Für 2038 ist die Fertigstellung der Psychiatrie geplant. Der Umbau beider Kliniken soll stufenweise in Vollbetrieb durchgeführt werden.

Einige Projekte müssen allerdings aufgrund der Teuerungen und hohen Energiekosten aus Spargründen zurückgefahren werden. Zu den geplanten Umbaukosten von 1,4 Mrd. € kommen rund noch 260 Mio. € dazu. Deshalb soll das Rote Bettenhaus des AKH nur saniert und nicht umgebaut werden. Statt wie geplant nur noch zwei Stationen pro Stockwerk soll es bei vier wie bisher bleiben.

Krankenhaus Nord teurer

Teurer dürfte in der Endabrechnung das Krankenhaus Nord werden – das inzwischen unter Klinik Floridsdorf firmiert. Es könnte bis zu 1,266 Mrd. € kosten. Das hat der Rechnungshof in einem Follow-up-Bericht zum Megaspital vorgerechnet. Das entspricht ziemlich genau jener Summe, die die Stadt zuletzt genannt hat. Das Krankenhaus nahm im Sommer 2019 den Betrieb auf. Ursprünglich war die Eröffnung für 2016 geplant gewesen. Einst waren 1,005 Mrd. € für die Errichtung des Baus veranschlagt worden. Die Empfehlungen des Rechnungshofs wurden laut RH inzwischen nicht alle, aber großteils umgesetzt.

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