Streit über Spitalszukunft
© APA/Helmut Fohringer
Länder und Gemeinden als Spitalsträger kämpfen mit hohen Kosten. Einige möchten die Kliniken an den Bund abgeben.
HEALTH ECONOMY Redaktion 23.01.2026

Streit über Spitalszukunft

Ohne Spitalsschließungen werde es nicht gehen, sagt der aktuelle Obmann der ÖGK. Der Grund: Die Kosten für Länder explodieren.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Peter McDonald, der mit Jänner wieder den Vorsitz in der ÖGK von Andreas Huss übernommen hat, spricht sich für Reformen aus. Ohne Spitalsschließungen werde es nicht gehen, sagt der ÖVP-Politiker. „Um die Versorgung für die Zukunft zu sichern, müssen wir jetzt handeln“, so McDonald. „Aber nicht nur aus finanziellen Überlegungen, sondern auch aus Gründen der Versorgungsqualität.“ Medizin werde durch Primärversorgungszentren und Ambulatorien dezentraler, wohnortnäher, und damit würden künftig weniger Spitäler brauchen. Konkrete Zahlen, wie viele Spitäler geschlossen werden könnten, wollte er nicht sagen, letztlich gehe es darum, eine regionale Versorgung sicherzustellen und existierende Spitäler zu entlasten. Vor allem die Länder als Träger machen Druck auf Veränderungen.

Geld wird knapp
Wie eng die Situation in den Ländern ist, zeigt das Beispiel Vorarlberg. Angesichts der schwierigen Finanzlage in vielen Gemeinden hat das Land eine Unterstützung bei den Spitalbeiträgen angekündigt. Den Kommunen soll ein Zuschuss in Höhe von 17 Mio. € zu den 2024 angefallenen Beiträgen gewährt werden. Gemäß Spitalbeitragsgesetz tragen die Gemeinden 40% der Spitalsabgänge.

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