HEALTH ECONOMY
Vamed wird zum neuen Riesen im Reha-Bereich © Vamed AG/APA-Fotoservice/Schedl

Kompetenz Vamed Generaldirektor Ernst Wastler punktet mit der Reha-Kompetenz des Unternehmens verstärkt auch im Mutterkonzern Fresenius.

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Kompetenz Vamed Generaldirektor Ernst Wastler punktet mit der Reha-Kompetenz des Unternehmens verstärkt auch im Mutterkonzern Fresenius.

Martin Rümmele 15.06.2018

Vamed wird zum neuen Riesen im Reha-Bereich

Mutterkonzern Fresenius übergibt Gesundheitsdienstleister Vamed Reha-Einrichtungen mit rund 7.700 Beschäftigten.

••• Von Martin Rümmele

WIEN/BAD HOMBURG. Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius ordnet sein Klinikgeschäft neu, um die Voraussetzungen für weitere Übernahmen im Ausland zu schaffen. 38 Einrichtungen und 13 Service-Gesellschaften in Deutschland mit einem Schwerpunkt auf stationärer Rehabilitation und Pflege werden zum 1. Juli von der Kliniktochter Helios auf die Österreich-Tochter Vamed übertragen.

Zusätzlich 7.700 Beschäftigte

Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf 485 Mio. €, wobei das übertragene Reha-Geschäft heuer rund 460 Mio. € Umsatz ausweisen soll. Die Einrichtungen sind in eigenständigen Gesellschaften gebündelt, die Geschäftsführung in Deutschland bleibt bestehen, wird aber künftig nach Wien berichten, so ein Fresenius-Sprecher. Betroffen sind 7.700 Mitarbeiter. Künftig verfügt die Vamed damit über 63 stationäre Gesundheitseinrichtungen in fünf europäischen Märkten. Vamed ist bereits heute ein führender Reha-Anbieter in Österreich, der Schweiz, Tschechien und Großbritannien.

„Die Reha ist und bleibt für Fresenius ein wichtiger Teil der Behandlung unserer Patienten. Unsere große Kompetenz auf diesem Gebiet bündeln wir nun bei Fresenius Vamed und schaffen so die Plattform für weiteres internationales Wachstum”, teilt Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, in einer Aussendung mit. Fresenius Helios bleibe auch künftig der größte private Spitalsbetreiber Europas mit 137 Krankenhäusern und rund 100.000 Beschäftigten in Deutschland und Spanien. Zum strategischen Fokus gehören neben Akut-Kliniken die akut-nahe ambulante Versorgung inklusive Prävention sowie die nicht-stationäre Nachsorge.
Die Vamed hat 2017 ihr zwölftes Rekordjahr in Folge erzielt – der konsolidierte Konzernumsatz stieg um 6% auf 1,2 Mrd. €. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt mit 2,1 Mrd. € (+9%) einen Höchstwert. Die Gruppe ist neben der Reha spezialisiert auf Planung, Errichtung und Betrieb von Gesundheitseinrichtungen sowie über die Thermentochter Vamed Vitality World auf Prävention. In Österreich hat die Vamed zuletzt die familienorientierte Kinder- und Jugendrehabilitation im Pongau eröffnet.

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