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Mit positiver Dynamik ins Jahr gestartet © SBO
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Helga Krémer 04.06.2021

Mit positiver Dynamik ins Jahr gestartet

Positive Quartalsergebnisse des Ölfeldausrüsters bestätigen Erholung; SBO-CEO Gerald Grohmann erwartet beschleunigtes Wachstum im zweiter Jahreshälfte.

TERNITZ. Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft (SBO), die im Leitindex ATX der Wiener Börse notiert, verzeichnete ein positives erstes Quartal 2021. Die Aufwärtsbewegung gegenüber dem Vorquartal zeigte sich über alle regionalen Märkte hinweg und in allen wesentlichen Kennzahlen. Die schrittweise Erholung der Weltwirtschaft ist damit auch in den Kennzahlen des Unternehmens abgebildet.
Der Umsatz von SBO betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 59,3, Mio. €, das EBIT lag klar positiv bei 3,6 Mio. € und das Ergebnis nach Steuern bei 1,0 Mio. €. Die Nettoliquidität erhöhte sich auf 21,8 Mio. €, das Gearing verbesserte sich weiter auf minus 7,1%. Das Book-to-Bill-Ratio, das als Kennzahl den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz setzt und ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung ist, lag nun erstmals wieder etwas über 1.

"Wir sind mit einer positiven Dynamik in das Jahr 2021 gestartet. Sowohl auf den nordamerikanischen als auch auf den internationalen Märkten verzeichnen wir einen Anstieg im Auftragseingang. Sofern es zu keinem neuerlichen unerwarteten Einbruch der Weltwirtschaft kommt, sollte sich das aktuell leichte Wachstum in der zweiten Jahreshälfte sogar noch beschleunigen", sagt Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der SBO.

Solides Ergebnis nach Pandemie-Jahr
Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wurden erst zum Ende des ersten Quartals 2020 signifikant, sodass der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum nur geringe Aussagekraft besitzt. Der Tiefpunkt der Krise lag im dritten Quartal 2020, seitdem setzte eine schrittweise Erholung ein, die im ersten Quartal 2021 zu einem positiven Ergebnis führte.

Der Auftragseingang von SBO belief sich in den ersten drei Monaten 2021 auf 60,0 Mio. € (1-3/2020: 101,2 Mio. €). Der Umsatz hielt bei 59,3 Mio. € (1-3/2020: 108,9 Mio. €). Der Auftragsstand betrug Ende März 63,8 Mio. € (31. Dezember 2020: 65,2 Mio. €). Das EBITDA lag nach 23,4 Mio. € im ersten Quartal 2020 bei 11,6 Mio. € in 2021, die EBITDA-Marge betrug 19,5% (1-3/2020: 21,5%). Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 3,6 Mio. € (1-3/2020: 12,1 Mio. €).

„Jede Krise hat ihre Eigenheiten und ist von unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Die Industrie hat im Jahr 2020 den tiefsten Abschwung seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt. Es zählt zu unseren Stärken, sehr rasch auf die unterschiedlichen Gegebenheiten zu reagieren und wir setzen bereits aktiv Maßnahmen für den kommenden Aufschwung", so Grohmann.

Wirtschaftlicher Aufschwung zeichnet sich auch im
Öl- und Gasmarkt ab

Der erwartete wirtschaftliche Aufschwung wirke sich auch auf die Energienachfrage aus: Auf den Öl- und Gasmärkten wird laut SBO mit einem deutlichen Aufholeffekt gerechnet, der vor allem ab der zweiten Jahreshälfte 2021 einsetzen soll.
„Der Anstieg der Ölpreise gibt die Richtung unserer Industrie vor. Wenngleich die klimapolitischen Ziele eine große Bedeutung haben, ist die Versorgung der Weltbevölkerung mit den fossilen Rohstoffen Öl und Gas sicherzustellen. Auch uns ist diese Verantwortung bewusst und wir stellen uns aktiv diesen Herausforderungen", sagt Grohmann und ergänzt: „Chancen-Nutzung in einem dynamischen Umfeld ist unsere Stärke. Das leben wir und darin fühlen wir uns wohl.“

Aus den restriktiven Investitionsmaßnahmen vor und während der Covid-19-Pandemie könnte sogar ein deutlicher Nachholeffekt einsetzen, der die Nachfrage nach SBO- Produkten noch einmal beschleunigen sollte. (hk)

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