WIEN/LIENZ. Nur viereinhalb Monate nach der Verhandlung liegt für das APG-220-kV-Projekt „Südverbindung Lienz“ nun der positive UVP-Bescheid durch die Behörde vor. Diese Entscheidung sei laut APG ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in der Region – sowohl in Hinblick auf die Versorgungssicherheit als auch den steigenden Austausch erneuerbarer Energien zwischen Österreich und Italien.
Gerhard Christiner, Vorstandssprecher APG: „Der Bescheid für die Südverbindung Lienz ist unser insgesamt siebentes, erfolgreich eingereichtes und genehmigtes UVP-Verfahren und bestätigt die hohe Qualität und Umsetzbarkeit unserer Trassenplanung. Das Umspannwerk Lienz entwickelt sich damit zu einem zentralen Energieknoten mit Verbindungen in Richtung Salzburg, Kärnten und Italien.“
Details zum Projekt
Die vor mehr als 70 Jahren in Betrieb genommene 220-kV-Leitung der APG muss vom Umspannwerk Lienz bis zur italienischen Staatsgrenze (ab dort ist die Leitung im Eigentum des italienischen Übertragungsnetzbetreibers Terna) neu errichtet werden. In großen Teilen wird standortident auf der bestehenden Trasse gebaut, es gibt aber auch Optimierungen hinsichtlich des Abstands zu Siedlungsgebieten, zu Entwicklungsgebieten der Gemeinden sowie möglicher Naturgefahren.
Bei der Erneuerung der Leitung werden die bestehenden Leiterseile (Einfach-Seile) durch moderne 2er-Bündel ersetzt, wodurch die Übertragungsleistung der Leitung erhöht und gleichzeitig das Korona-Geräusch (das Knistern einer Stromleitung) merklich reduziert wird. Die Trassenlänge beläuft sich auf 35 km: 30,7 km in Tirol und 4,3 km in Kärnten. Es werden 121 Masten errichtet (107 in Tirol, 14 in Kärnten). Die neuen Maste werden höher, aber auch schlanker als die bestehenden sein. Die bauliche Umsetzung des Projekts ist von 2027 bis 2031 geplant, die Investitionssumme beträgt rund 280 Mio. €. (hk)
Kurier verlängert Chefredaktion
Der Aufsichtsrat des Kurier hat die Verträge von Martin Gebhart und Martina Salomon verlängert. Gebhart bleibt für weitere drei Jahre Chefredakteur, Salomon für weitere zwei Jahre
