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200.000 Vergaben im Jahr © Screenshot auftrag.at

Die neu ge­launchte Plattform auftrag.at bringt sowhl für ausschreibende Unternehmen und Institutionen als auch für potenzielle Auftragnehmer etliche Vorteile.

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Die neu ge­launchte Plattform auftrag.at bringt sowhl für ausschreibende Unternehmen und Institutionen als auch für potenzielle Auftragnehmer etliche Vorteile.

Redaktion 29.01.2021

200.000 Vergaben im Jahr

Die Wiener Zeitung Gruppe launcht mit auftrag.at eine runderneuerte Plattform für österreichische bzw. EU-weite öffentliche Ausschreibungen.

••• Von Anna Putz

WIEN. Was bisher auf den drei Plattformen auftrag.at, lieferanzeiger.at und vergabeservice.at verteilt war, fasst die Wiener Zeitung nun unter auftrag.at zu einer gesamtheitlichen eVergabe-Plattform zusammen. Auf ihr können Auftragnehmer alle österreichischen, aber auch EU-weiten Ausschreibungen bzw. Vergabeverfahren finden und Auftraggeber ab sofort eine Direktvergabe gänzlich online durchführen – von der Einladung der Bieter, der internen und externen Kommunikation, der ­Erstellung von Berichtigungen bis hin zum eigentlichen Zuschlag.

Im Sommer wird auf der Plattform auch eine neue Suche nach Ausschreibungen gelauncht – der Vorteil für potenzielle Auftragnehmer: Mit dem kostenpflichtigen Service kann man u.a. direkt über einen intelligenten Suchalgorithmus nach Ausschreibungen suchen, aber auch ein Notificationservice nutzen, um sich über passende Vergaben über unterschiedliche Kanäle informieren zu lassen.

Vergrößerter Mehrwert

„Der technologische Fortschritt bietet mittlerweile die Option, digitale Ausschreibungsverfahren besser zu gestalten und durch die Entwicklung von innovativen Features einen größeren Mehrwert für User zu generieren”, erklärt Martin Mair. Als Chief Information Officer ist er in der Mediengruppe unter anderem dafür zuständig, digitale Projekte konsequent umzusetzen. „Wir entwickeln mit Leidenschaft neue Geschäftsfelder und modernisieren unser bestehendes Angebot an digitalen Plattformen”, schildert Mair. Darunter würden auch Angebote als offizielle Verrechnungsstelle der Republik Österreich oder Services und Plattformen im Bereich von umfassenden Wirtschafts­informationen fallen.

Der Bereich des Vergabewesens stellt ein wesentliches Entwicklungsfeld der Wiener Zeitung Mediengruppe dar und wurde in den letzten zwei Jahren „reorganisiert und auf komplett neue Beine gestellt”.
Die Vision hinter dem Relaunch sei es, die Usability zu erhöhen und Usern (Vergabe-)Prozesse so angenehm wie möglich zu gestalten, so Mair im Interview. Beispielsweise würde durch die Zusammenführung eine schnellere Suche nach passenden Aufträgen bzw. Lieferanten und die umfassendere digitale Unterstützung des gesamten Ausschreibungsverfahrens gewährleistet werden.

Ausbau der Digitalisierung

Bei der Entwicklung der übergreifenden Plattform wurden Auftraggeber und -nehmer von Beginn an stark eingebunden. Das Resultat wird ein einheitlicher Einstiegspunkt mit Single-Sign-on für beide Parteien sein. So könne fortan der User entscheiden, ob „er einen Auftrag zu vergeben hat, einen Auftrag finden will oder Wissen und Unterstützung im Bereich der Vergabe in Anspruch nehmen will”, erläutert Mair. Demnach stelle die Zusammenführung aller ­Services unter einer Dachmarke „einen notwendigen und logischen Schritt bei der Modernisierung unserer eVergabeservices dar”.

Vieles im Entstehen

Bei der Mediengruppe der Wiener Zeitung ist derzeit vieles im Umbruch – die Zeichen stehen auf Veränderung. Dies kündigte sich bereits mit der Gründung der Content Agentur Austria im Herbst 2020 an und wird durch den Relaunch der eVergabe-Plattform unterstrichen.

Im Zuge des durch den Geschäftsführer Martin Fleischhacker initiierten Transformationsprozesses wurden und werden sämtliche interne Prozesse digitalisiert, eine digitale Newsroom-Redaktion aufgebaut und neue Plattformen entwickelt. Mair verspricht jedenfalls: Es wird nicht der letzte Produktlaunch der Wiener Zeitung Mediengruppe im Jahr 2021 sein.

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