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63.000 Tweets am Wahltag © APA EPA LEX van Lieshout
© APA EPA LEX van Lieshout

Redaktion 16.10.2017

63.000 Tweets am Wahltag

Über eine Million Tweets seit Wahlkampf-Beginn

Wien. Der Urnengang zur Nationalratswahl 2017 war wenig überraschend das dominierende Thema im österreichischen Social Web. Der Medienbeobachter META Communication International hat das Geschehen auf Twitter in Echtzeit verfolgt und analysiert. 

Neben Erwähnungen der wahlwerbenden Parteien und deren Spitzenkandidatinnen und Kandidaten wurden vor allem unter den Hashtags #nrw17 und #wahl17 zehntausende Tweets erfasst. Mit der Öffnung der Wahllokale ab 7 Uhr bis deren Schließung um 17 Uhr wurden zudem unter dem Hashtag #beifunk zahlreiche Eindrücke von Wahlbeisitzern verbreitet. 


20.000 User mit rund 63.000 Tweets kommentierten am Wahltag. 
Mit der ersten Hochrechnung kurz nach 17 Uhr erreichte der Social Media-Buzz Spitzenwerte von bis zu 330 Tweets pro Minute. Während der nachfolgenden TV-Analysen und Diskussionsrunden via ORF, PULS 4, ATV, ServusTV  und SchauTV kommentierten tausende Zuseher die mediale Berichterstattung am Second Screen.



Mehr als 1,1 Millionen Tweets seit Beginn des Wahlkampfes 


Das hohe Social Media-Aufkommen am Wahltag verdeutlicht die hohe Aktivität sowie das politische Interesse der österreichischen Social Media-Community, sagt Maximilian Freissler, Analyseleiter bei META: „Seit Mai haben wir mehr als eine Million Tweets mit Nennungen der Parteien und ihrer Vertreter erfasst. Twitter wird ja vor allem von Journalisten, Politikern und anderen Meinungsführern zum Informationsaustausch verwendet und spiegelt damit die Trends und Themenschwerpunkte im öffentlichen Diskurs wider.“

Bei der Analyse der Daten fiel auf, dass inhaltliche Aspekte abseits der Themen Soziale Gerechtigkeit und Migration nur oberflächlich behandelt wurden: „Die mediale Berichterstattung hat hohen Einfluss auf die Themenlage in Social Media. Der starke Fokus der Medien auf die einzelnen Spitzenkandidaten hat detaillierten Inhalten wenig Raum gelassen. Davon dürfte vor allem Sebastian Kurz profitiert haben.“ Insbesondere den Grünen sei es im Verlauf des Wahlkampfes nur selten gelungen, mit eigenen Inhalten und Zielen medial durchzudringen, so Freissler abschließend. (red)

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