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Alm: Quo Vadis Veritas wird kein Nachrichtenmedium Christian Aysner

Quo Vadis Veritas-Geschäftsführer Niko Alm.

Christian Aysner

Quo Vadis Veritas-Geschäftsführer Niko Alm.

Redaktion 06.07.2017

Alm: Quo Vadis Veritas wird kein Nachrichtenmedium

Rechercheplattform soll "möglichst nah an die Wirklichkeit".

WIEN. Das neue Medienprojekt von Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz, Quo Vadis Veritas (QVV), wird kein Nachrichtenmedium. Es werde eine Rechercheplattform, die "möglichst nah an die Wirklichkeit" herankommen soll, sagte QVV-Geschäftsführer Niko Alm am Mittwoch in einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Werbeplanung.at-Summit 2017. "Wir nehmen uns die Zeit heraus, um Dinge möglichst tief zu recherchieren", kündigte Alm an. Einen  genauen Start des Portals nannte der frühere Neos-Mandatar, der für das Projekt die Politik verließ, nicht. Eine große Rolle werde aber TV spielen, so Alm; man mache dabei aber keinen Unterschied  zwischen herkömmlichen Fernsehen oder etwa einem YouTube-Kanal.

In der Podiumsdiskussion ging es um den Umgang mit sogenannten Fake News. Katharina Schell, Mitglied der APA-Chefredaktion und des medialabs der Nachrichtenagentur, hielt fest, dass sehr selten etwas komplett falsch ist. Außerdem sei der Begriff Fake News unpräzise, weil es verschiedene Arten der Fehl- und Desinformation gebe. Wichtig sei die Frage, wer hinter einer Information stehe. Andre Wolf von mimikama, ein Verein zur Aufklärung von Internetmissbrauch, sagte, dass "pseudoredaktionelle Inhalte" im deutschsprachigen Raum sehr selten seien, sehr oft vorkommen  würden aber Bild-Fakes. Schell erwartet aber, dass man im Wahlkampf vermehrt Quellen sehen wird, die so tun, als wären sie journalistisch, es aber nicht sind. Alm räumte ein, dass eine falsche Darstellung der Wirklichkeit nicht strafbar sei, sonst würde auch keine Satire geben. (APA)

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