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Aus 14 wird 7: tele erscheint wieder wöchentlich. © tele

tele-Geschäftsführer Hans Metzger

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tele-Geschäftsführer Hans Metzger

Redaktion 13.08.2020

Aus 14 wird 7: tele erscheint wieder wöchentlich.

Nach fünf Monaten tele14 erhalten Leser die Programmzeitschrift mit 3. September wieder jede Woche.

WIEN. Aus gegebenem Anlass sprach medianet mit tele-Geschäftsführer Hans Metzger über Learnings aus der Krise, die erneute Umstellung und Umweltaktionen.

medianet: Seit der Umstellung sind fünf Monate vergangen. Was hat sich seitdem getan?
Hans Metzger: Die Umstellung auf tele14 hat natürlich einen sehr banalen Hintergrund: die Corona-Krise und die Kosten- und Erlös-Situation, die sich einfach in Zeiten wie diesen dramatisch verändert. Wir waren der Meinung, dass wir mit tele14 einen guten Move setzen, um einfach sehr schnell und sehr aktiv hier vorzugehen. Die Anzeigekunden waren begeistert, weil diese um das gleiche Geld 14 Tage mit ihrer Werbung in tele präsent sind. Die Leser und Leserinnen allerdings waren weniger begeistert, weil sie seit über 30 Jahren gewohnt sind ihr tele wöchentlich zu bekommen. Das war schon einmal der erste Haken an dieser ganzen Geschichte. Wir haben zwar versucht ihnen das gut zu kommunizieren, aber wirklich begeistert waren sie nicht. Und dann hat sich im Lauf von vielen Wochen und vielen Ausgaben herausgestellt, dass die Aktualität der zweiten Woche durch ganz viele Umprogrammierungen der Sender einfach nicht gegeben war. Das heißt, wir haben in der zweiten Programmwoche Sendungen abgedruckt, beschrieben und rezensiert, die es dann gar nicht gegeben hat. Weil Sender sich dann kurzfristig dazu entschlossen haben ihre Programme doch zu verändern. Das war ein zweites Argument zu sagen, wir müssen so schnell wie möglich wieder zu wöchentlich zurück.

medianet: Den zweiwöchentlichen Rythmus beizubehalten war nie eine Option?
Metzger: Es hat sich sehr schnell herausgestellt, dass es als Dauerlösung untauglich ist und deswegen haben wir versucht so schnell wie möglich wieder umzustellen. Das hat technische Implikationen: Wir mussten mit der Druckerei reden und alle Logistiksysteme wieder umstellen.Wir werden mit der übernächsten Ausgabe wieder wöchentlich erscheinen.

medianet: Nun hat es mit der 14-tägigen Ausgabe auch redaktionelle Änderungen gegeben. Am Anfang gibt es einen Block mit Neuigkeiten aus der Streaming Welt. Werden Sie das in Zukunft beibehalten?
Metzger: Wir werden das - wenn es sich mit Umfang und Platz ausgeht - im Heft behalten. Es wird weiterhin vorne einen redaktionellen Block geben. Wir werden uns wie immer bemühen den Leserinnen und Lesern möglichst viel redaktionellen Content zu bieten.

medianet: Haben Sie Ihrer Leserschaft die Umstellung kommuniziert?
Metzger: Wir haben in tele selbst redaktionelle Artikel veröffentlicht, dass wir wieder wöchentlich erscheinen werden. Zusätzlich gibt es noch Inserate in den Trägerzeitungen, die relativ zeitnah zum Erscheinen gedruckt werden. Das Echo ist bis jetzt von den Verlagen und den Leserinnen und Lesern sehr positiv. Interessanterweise ist es auch von den Kunden positiv. Denn in ihrer Planungsgenauigkeit wurden sie sehr eingeschränkt und bekommen jetzt wieder die Möglichkeit ihre Kampagnen punktgenau zu präsentieren.

medianet: Welche Erkenntnisse haben Sie durch die Corona-Krise gewonnen?
Metzger: Die Reichweite und die Auflagen unserer Zeitungen haben sich jetzt auch in Corona Zeiten nicht verringert. Sie sind zum Teil sogar leicht gestiegen. Deswegen gehe ich jetzt davon aus, dass wir in alter Stärke weitermachen werden. Ein 14-tägiges tele wird jetzt in absehbarer Zeit nicht mehr erscheinen.

medianet: Haben Sie in naher Zukunft auch wieder Umweltaktionen geplant?
Metzger: Wir hatten eine ganz große Aktion „Urwald für Österreich“ geplant. Diese Aktion werden wir im nächsten Frühjahr hochfahren. März und April sind für das Thema Wald eine sehr gute Zeit. Wir werden aber die tele-Klimainitiative wieder langsam starten, auch mit anderen kleineren Aktionen. (red)

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