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Blendle-Kiosk startet am Montag Blendle
Blendle

Redaktion 09.09.2015

Blendle-Kiosk startet am Montag

Optimismus in Richtung Bezahlbereitschaft für Online-Zeitungs-Kiosk.

Wien. Kommenden Montag startet in Deutschland der niederländische Zeitungskiosk Blendle. Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet über erste Erfahrungen und Daten von Blendle-Test-Usern. Deutsche Blendle-Leser, die den digitalen Zeitungskiosk in den vergangenen Wochen getestet hatten, mögen demnach vor allem gut recherchierte Texte. "Qualitätsjournalismus wird bei uns besser angenommen als Boulevardzeitungen", sagte Mitgründer Alexander Klöpping der "Zeit". Texte aus der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) wurden dabei etwa wesentlich mehr gelesen als solche aus der "Bild am Sonntag" (BamS).

Ähnliches lässt sich auch fürs Lokale feststellen: Artikel aus dem Berliner "Tagesspiegel" werden öfter gekauft als die aus der "BZ". Unter den zehn meistgelesenen Texten des Portals waren Interviews, Analysen und Essays. "Blendle ist keine Plattform für schnelle Nachrichten", so Klöpping. Die deutschen Leser mögen vor allem lange Texte, im Durchschnitt lesen sie Artikel mit 1.000 bis 1.500 Wörtern. Das entspricht mehreren DIN-A4-Seiten.

In den Niederlanden - wo Blendle vor gut einem Jahr startete und inzwischen 400.000 Nutzer hat - bevorzugen die Leser dagegen wesentlich kürzere Texte. Am meisten überrascht habe Klöpping, wie viel Geld die deutschen Nutzer für Journalismus ausgeben - oder wie optimistisch sie auf das Online-Angebot zugehen, berichtet die "Zeit". Sehr viele hätten innerhalb der ersten Stunde nach Anmeldung ihren Account mit 50 Euro aufgeladen. In den Niederlanden waren es nur zwischen 5 und 10 Euro. (APA)

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