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„Das Leben ist eine Tupperware-Party” © Unique Public Relations

Josef Kalina, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Unique relations, und Geschäftsführer Michael Kochwalter im Gespräch mit medianet.

© Unique Public Relations

Josef Kalina, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Unique relations, und Geschäftsführer Michael Kochwalter im Gespräch mit medianet.

Gianna schöneich 08.07.2016

„Das Leben ist eine Tupperware-Party”

Dass die Agentur Unique relations dennoch so gar nichts mit diesen Verkaufsevents zu tun hat, klären die CEOs im Interview.

••• Von Gianna Schöneich

WIEN. 2008 steckt Österreich in einer Zeit der Hochkonjunktur. Josef Kalina ist damals Bundesgeschäftsführer der SPÖ und beschließt, die Politik zu verlassen: „Ich wollte mein eigenes Ding machen”, so Kalina. Er gründet das Beratungsunternehmen Unique relations, eine PR-Agentur, die sich unter anderem in den Bereichen strategische Kommuniktion, Public Affairs, Krisenkommunikation, Networking und Lobbying spezialisiert.

Beflügelt vom Gefühl der Hochkonjunktur, startet der ehemalige Journalist und Medienmanager Ende 2008 ins Agenturgeschäft.
2009 steckt die Wirtschaft in der Krise. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg befindet sich die Weltwirtschaft in einer Rezession.
„Ich bin mit meiner Agentur direkt in die Krise hinein gestartet”, so Kalina im Gespräch mit ­medianet. „Ich dachte, ich mache eine Bauchlandung. Wir haben als Agentur von Haus aus mit härteren Bedingungen begonnen. Dennoch konnten wir 2009 eine schwarze Null verzeichnen und haben eine Entwicklung durchgemacht. Ich habe gesehen, das, was ich mir zum Ziel gesetzt habe, funktioniert, trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten.”

Die gelungene Tupperware-Party

Seit 2012 verzeichnet die Agentur ein enormes Wachstum. Heute zählt man zwölf Mitarbeiter und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 2 Mio. €.

„Dieses enorme Wachstum hat die Agentur sicherlich der Stärkung der Unternehmensspitze zu verdanken. Ich habe Michael Kochwalter als Geschäftsführer eingesetzt. Es wurde damals deutlich, dass die Unternehmen an einer Beratung auf Augenhöhe interessiert sind – von CEO zu CEO”, erklärt Kalina.
Trotz dessen politischer Vergangenheit kommen 80% der Kunden aus der Wirtschaft. Die Agentur ist breit aufgestellt, in der Immobilien- und Pharmabranche, in der Bau- und Metallindustrie ebenso wie bei internationalen Start-ups wie dem Fahrtvermittlungsdienst Uber.
„Es haben sich früh Menschen an mich gewandt, die nicht aus meinem klassischen Netzwerk stammten. Ich sage immer, das Leben ist eine Tupperware-Party. Zu Beginn verkaufst du an deine Freunde und Familie und irgendwann an einen weiten Freundeskreis.
Nur den wenigsten gelingt es, über den kleinen Kreis hinauszukommen. Wir haben es geschafft”, so Kalina stolz.
Der Bereich Strategische Beratung der Agentur zählt zu den am schnellsten wachsenden Bereichen, erklärt Kochwalter: „Dass wir neben der klassischen PR die Strategieberatung anbieten können, ist das, was unseren Erfolg stark ausmacht.
Das ist das, was Geschäftsführer und Vorstände wollen. Sie wollen eine klare Richtung sehen.”
Vor allem in Krisenzeiten wenden sich viele Unternehmen an die Agentur: „Uns wird Kompetenz zugesprochen: Wenn es wirklich wichtig ist, dann kommt man zu uns. Wir werden wie ein guter Kardiologe behandelt – ‚wenn du das und das hast, geh zu dem'”, so Kochwalter.
Neben der Wirtschaftskrise erlebte die Agentur auch die Aufs und Abs der Digitalisierung mit.

Kostengünstige Prozesse

„Jedes Unternehmen, das Schritt halten will, muss diese digitalen Transformationsprozesse mitmachen. Allerdings können es sich viele KMUs nicht leisten, eine eigene Content Marketing-Abteilung aufzubauen.

Mit einer leistungsfähigen Agentur können diese Prozesse allerdings kostengünstiger in Gang gesetzt werden. Wir wollen hier nicht nur diesen Schwung aufnehmen, wir glauben auch, einen Beitrag leisten zu können, dass diese Entwicklung nicht nur von den USA, über Deutschland nach Österreich kommt. Österreich soll von Beginn an dabei sein”, so Kalina.
Unique relations galt über drei Jahre hinweg als die Agentur mit dem größten Wachstum.
„Unser Geschäft besteht zum einen aus Kunden, die wir seit Jahren betreuen. Zum anderen leben wir von Projekten. Die Kunst der Agentursteuerung ist, die Qualität zu halten, das Unternehmen auszubauen und gleichzeitig nicht überpersonalisiert zu sein.
Wir arbeiten mit externen Mitarbeitern zusammen und sind effizient aufgestellt”, so Kalina.
„Ob wir 2016 wieder über einen Umsatz von zwei Mio. Euro kommen, ist schwer zu sagen. Aber wir sind nah dran.”

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