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Der Weg von höchst privat zu Public Value © ProSiebenSat.1/Puls4/Chris Glanzl
© ProSiebenSat.1/Puls4/Chris Glanzl

Redaktion 09.09.2022

Der Weg von höchst privat zu Public Value

Die ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe hat ihr Programm präsentiert und offeriert so viel Content wie nie zuvor.

••• Von Petra Stückler

Das Programm der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe wurde im „Exakt”-Studio im Media Quarter St. Marx von der Geschäftsführung präsentiert, und mit Superlativen wurde nicht gespart.

So kündigten CEO Markus Breitenecker, CCO Michael Stix und der Programmgeschäftsführer Thomas Gruber an, den Zuseherinnen und Zusehern so viel TV- und Streaming-Content wie noch nie zuvor zu bieten. Auf das Publikum warten beispielsweise über zehn neue Comedy-, Reportage-, und Doku-Formate auf Puls 4.

Für das Publikum

„Es geht heute nicht um neue Businessprojekte und nicht um Medienpolitik. Es geht heute um unsere Programme, um unsere Zuschauerinnen und Zuschauer. Und das, was wir auf unseren Fernsehsendern und Kanälen anbieten wollen, und zwar als größte Fernsehrgruppe in Österreich bei den unter 50-Jährigen in allen Programmbereichen”, erklärt Breitenecker.

Wie die News-Strategie der Sendergruppe künftig aussieht, skizziert Michael Stix: „News und Public Value sind für uns das Herzstück unserer Strategie in Österreich. Wir sind überzeugt, dass gerade in den herausfordernden Zeiten, vor denen wir alle stehen, mit diesen multiplen Krisen, eine starke Newskompetenz, sogar mit einem eigenen 24-7-Newscenter, ganz entscheidend und elementar sein wird für die lokale Strategie von TV-Sendergruppen.”

Große Investitionen

Es werde derzeit so viel in lokale Programminnovationen investiert wie nie zuvor. Letztes Jahr wurden in der Primetime 28% Eigenproduktionen ausgestrahlt, dieses Jahr sollen es über 43% sein, wie Michael Stix erklärt. Dies hieße für die Programmplanung erhebliche Verschiebungen Richtung lokalem Content. Die Unterscheidbarkeit gegenüber internationalen Giganten mache den Unterschied.

Man wolle ein starkes Zeichen setzen: „Wir sind schon sehr stolz, dass wir mit Puls 4 fast eineinhalb Mal so groß sind im Marktanteil wie der große europäische Sender RTL”, zeigt sich Stix in seiner Strategie bestätigt.
Drei neue Eigenproduktionstage, zehn neue Formate und ein Public Value-Donnerstag sind logische Konsequenz dieser Strategie.
Bei ProSieben Austria- und Sat. 1 Österreich setzt man auf Shows, auf Puls 24 werden im heißen Wahlherbst – es stehen die Bundespräsidentenwahl und Landtagswahlen an – aktuelle News und Talks nahezu 24-7 ausgestrahlt. So wird auch der Seriosität genügend Platz in der Senderfamilie gegeben.

Zappn-App als Erfolgsfaktor

Dem Streaming-Trend folgt man mit der Zappn-App, über die man den produzierten Content kostenlos und jederzeit verfügbar hat, ob am Big Screen, im Web oder Mobil in der Zappn-App, die bereits über zwei Mio. Downloads verzeichnet. „Auch die Verweildauer auf Zappn kann sich wirklich sehen lassen – durchschnittlich verbringen User über eine Stunde und 16 Minuten auf der Plattform”, freut sich Thomas Gruber über die positive Entwicklung. Künftig werde man auch verstärkt die Vorab-Abrufmöglichkeit von einzelnen Formaten auf Zappn setzen.

Man sehe sich zukünftig nach wie vor als Fernsehsender, aber man wolle sich in Richtung Content-Bewegtbild-Haus entwickeln. Die Sendergruppe produziere nicht mehr ausschließlich für das klassische Fernsehen, sondern für alle Kanäle.

Klare Botschaft an Mitbewerb

Im Fokus der ProSiebenSat.1 Puls 4-Programmoffensive stehen trotz aller Unterhaltungs-Formate auch Public Value und vor allem lokaler Content.

„The Company 4 Gamechangers” bietet zahlreiche Initiativen wie 4Gamechangers und 4Sustainability, rückt die Themen, die die Österreicherinnen und Österreicher bewegen, in den Vordergrund und bringt sie auf die große Bühne.
Hier hat es dieses Jahr eine richtungsweisende Zusammenarbeit zwischen der Sendergruppe und dem ORF anlässlich des 4Gamechangers-Festivals gegeben – dazu äußert sich Michael Stix ganz deutlich: „Die Zeit ist mehr als reif. Wir sehen den ORF schon lange nicht mehr als direkten Konkurrenten, sondern eher als Partner der Zukunft. Unsere Gegner sitzen ganz woanders – Netflix und Amazon und solche Furchtbarkeiten wie YouTube, etc.”

Public Value im Fokus

Man wolle auf jeden Fall weiterhin gemeinsam agieren und die Zusammenarbeit ausbauen.

Public Value wird seitens der Sendergruppe massiv forciert, beispielsweise gibt es auch einen Storytelling Contest, der jungen Filmemacherinnen und Filmemachern die Möglichkeit gibt, einen Kurzfilm auf ATV2 zu realisieren.
Weitere Programmhighlights, die auf die Zuseherinnen und Zuseher warten, sind: Das Comedy-Format „Brauch ma des? Gery Seidl mistet aus”, für den Thrill sorgt ein neues True-Crime-Format „Österreichs schockierendste Verbrechen” (ab 19. September) sowie der Zappn-Zusatzcontent „Magdalenas Morde”.
Unter den Eigenproduktionen findet sich auch das Reality-Format Jobtausch „Servus & Baba” und die Doku-Soaps „Die Auswanderer” sowie „Junges Geld” (ab 18. Oktober).
Eigenproduzierte Puls 4-Dokus und Infotainment mit dem neuen Reportage-Magazin „Exakt” stehen auch auf dem Plan.

Promi-Reality auf der Alm

Bereits massiv beworben wird Österreichs erstes Promi-Reality-Format „Forsthaus Rampensau”, das am 6. Oktober auf ATV startet. Man habe zwei Jahre an der Realisierung gearbeitet, deshalb sei man besonders stolz darauf, es nun zu senden, erklärt Thomas Gruber. Und er lüftet auch gleich ein weiteres Geheimnis: Fix mit dabei, und damit das vierte Paar, das einzieht, ist Lugner-Tierchen „Bambi” und ihr Ehemann Senad.

Auf ATV läuft bereits die 19. Staffel von „Bauer sucht Frau” neben „Trucker Babes Austria”.
Aber auch bei ATV setzen die Sendeverantwortlichen auf Seriosität und ein starkes News­angebot mit „ATV Aktuell” und Hintergrundberichten sowie Polit-Talkformaten. Weitere neue Formate, wie „Schluss mit Schulden” und „Nachtgschicht” kommen dazu. Der Marktanteil-Zuwachs bei ATV beläuft sich auf 4,3% im August, was noch geht, wird man sehen.

Erfolgsbilanz und Highlights

Positives gibt es abschließend über Puls 24 zu berichten: Drei Jahre nach dem Sendestart erreicht man im August 1,7 Mio. Zuseherinnen und Zuseher. Auf ProSieben Austria/Sat.1 Österreich werden „Lou-Anne & Martina” (das Mutter-Tochter Duo von „Germany’s Next Topmodel”) ab 6. Oktober auf ATV und der Streaming-Plattform Zappn in einem Sequel zu sehen sein.

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