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Die Ausstellung „Special Effects” © Paul Bauer (2)
© Paul Bauer (2)

Redaktion 18.10.2019

Die Ausstellung „Special Effects”

Alle Filmfans können ab sofort im Technischen ­Museum Wien in die Welt der Spezialeffekte eintauchen.

WIEN. Was wäre eine Filmwelt ohne Spezialeffekte? Sie sind ein wichtiger Teil der Filmindustrie und werden in jedem Genre eingesetzt. Doch wie erzielen sie ihre Wirkung und wie werden sie technisch umgesetzt? Genau diesen Fragen widmet sich „Special Effects. Die interaktive Ausstellung für Filmfans”, welche von heute, 18. Oktober 2019, bis 5. Juli 2020 zu sehen sein wird.

Zeig mir eine Fantasiewelt

Die Sonderausstellung der Cité des Sciences et de l’Industrie de Paris ist das erste Mal außerhalb von Frankreich zu sehen und erzählt auf mehr als 700 m² die Geschichte der Spezialeffekte, von der Preproduction bis in den Kinosaal, und macht diese interaktiv erlebbar.

In erster Linie ermöglichen Spezialeffekte dem Publikum, in Fantasiewelten einzutauchen. Es lassen sich die Grenzen der Physik überwinden sowie Räume und Geschöpfe erschaffen, die in der realen Welt nicht – oder nicht mehr – existieren, wie Dinosaurier, Monster oder Hexen. Das Einsatzgebiet von Spezialeffekten geht jedoch weit darüber hinaus. Der größte Teil der Möglichkeiten ist der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt: Spezialeffekte können auch beträchtliche Einsparungen bei den Filmausgaben ermöglichen!
Mit geringen Kosten lassen sich Statisten vervielfältigen, um eine ganze Menschenmenge zu erzeugen. Beim Szenenbild ergänzen sie die im Studio aufgebauten Räume durch gemalte oder am Computer erstellte Elemente, was kostengünstiger ist, als Kulissen tatsächlich am Set zu errichten. Und anstatt Außenbereiche anzumieten oder den Verkehr auf der Straße wochenlang zu blockieren, kommt es manchmal günstiger, vor einem grünen Hintergrund zu drehen. Spezialeffekte kosten zwar auch einiges, dennoch lassen sich damit Einsparungen erzielen, da auf andere Ausgaben verzichtet werden kann. Mit Spezialeffekten lassen sich auch gewisse juristische, ethische oder logistische Einschränkungen überwinden. So wird es möglich, an Orten zu filmen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Außerdem können den Filmfiguren mithilfe von Spezial-Make-up und Stunts schreckliche Verletzungen verpasst werden, ohne dass sich die Schauspieler je in Gefahr begeben. Nicht zuletzt tragen sie auch zur allgemeinen Ästhetik des Films bei. Sie werden verwendet, um die Einstellung zu „verschönern”.

Von Anfang bis zum Ende

Die Besucher durchwandern während des Ausstellungsbesuchs die verschiedenen Phasen einer Filmproduktion: Das Produktionsbüro (hier liegt der Fokus auf der Planungsphase), den Set, die Postproduktion und das Kino. Dort entfalten die Spezialeffekte ihre Wirkung und verändern somit auch die Sehgewohnheiten des Publikums. (red)

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