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„Ein Meilenstein in der Geschichte der ÖWA” © RMA
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Redaktion 02.10.2020

„Ein Meilenstein in der Geschichte der ÖWA”

Georg Doppelhofer ist der neue ÖWA-Präsident, mit der ÖWA 2.0 wurde außerdem ein neues Konzept vorgelegt.

WIEN. Die Vorstandsmitglieder des Vereins Österreichische Webanalyse (ÖWA) haben den Vorstand der Regionalmedien Austria AG, Georg Doppelhofer, im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung Ende September zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er folgt damit auf die langjährige ÖWA-Präsidentin Gerlinde Hinterleitner (Standard Verlagsgesellschaft), die nach ihr Amt nun nach zwölf Jahren zurückgelegt hat.

Doppelhofer dankte seiner Vorgängerin Hinterleitner für ihre zahlreichen Verdienste rund um die ÖWA: „Ich werde mit aller Kraft dafür arbeiten, die Errungenschaften deiner Präsidentschaft hochzuhalten. Es freut mich sehr, dass du der ÖWA als Vorstandsmitglied erhalten bleibst und wir gemeinsam diesen neuen Weg der ÖWA beschreiten.” Weiters bedankte sich Doppelhofer bei den beiden Vizepräsidenten Stefan Lauterer und Mirko Popofsits für ihren jahrelangen Einsatz und Engagement: „Ich bin froh und freue mich sehr, euch und eure Erfahrung an meiner Seite zu wissen.”

„Ein Meilenstein gelungen”

Wie auch seine Vorgängerin 2008 tritt Doppelhofer seine Präsidentschaft also inmitten einer Krise an. Einfluss auf den Amtswechsel habe dies jedoch nicht gehabt, sagt Doppelhofer, vielmehr sei es schlicht der Wunsch Hinterleitners gewesen, nach zwölf Jahren als ÖWA-Präsidentin das Amt in neue Hände zu geben. „Sie bleibt uns ja glücklicherweise im ÖWA-Vorstand als Mitglied erhalten”, fügt Doppelhofer hinzu.

Unabhängig von Covid-19 herrsche in der ÖWA insgesamt jedoch eine positive Aufbruchsstimmung, sagt der neue Präsident. Denn im Rahmen der außerordentlichen Generalversammlung wurde nicht nur der neue Präsident bestimmt, sondern haben sich die Mitglieder außerdem eindeutig für das vom Vorstand vorgelegte, neue Konzept und ein neues Preismodell ausgesprochen. „In der Geschichte der ÖWA ist uns damit ein Meilenstein gelungen”, sagt Doppelhofer. „Wir freuen uns und sind stolz, dass die Mitglieder trotz der schwierigen Zeit zur ÖWA stehen und mit uns ­gemeinsam in die Zukunft gehen.”
Das neue Konzept im Zeitplan umzusetzen, werde eine Herausforderung: Die Abstimmungen und Detailarbeiten, die einem derart komplexen Projekt zugrundeliegen und vorwiegend über Videokonferenzen stattfinden werden, forderten viel Disziplin und Einsatz von den Partnern der ÖWA. Doppelhofer zeigt sich dennoch sehr positiv gestimmt: „Ich bin zuversichtlich, dass uns das trotz aller Widrigkeiten gelingt.”

Neue Partner und Kennzahlen

Im Rahmen der neuen ÖWA 2.0 werden die ÖWA und Reppublika künftig zusammenarbeiten und damit eine objektive Währung zur Online-Nutzung in Österreich unter dem Dach der ÖWA etablieren. Der Messdienstleister INFOnline aus Bonn wird, wie bisher, die ÖWA Basic erheben und administrativ betreuen und die Basis für die Reichweitenerhebung an Reppublika liefern. Zur Qualitätssicherung wurde ISBA in Hamburg verpflichtet, die sich einen Namen für Beratungen im Bereich der Markt- und Meinungsforschung gemacht hat.

Neben den monatlich veröffentlichten Daten der ÖWA Basic, die die objektive Nutzung von Online-Angeboten durch Page Impressions, Visits und Unique Clients darstellen, sollen künftig auch monatliche Reichweiten als „Unique User” ausgewiesen werden. Welche Zielgruppen nutzen welche Websites und Apps am Online-Markt Österreich? Diese Aufgabe wird von Reppublika übernommen, die dafür gemeinsam mit ISBA und der ÖWA ein eigenes Modell entwickelt. Zusätzlich ist geplant, die Daten der Reichweitenerhebung quartalsweise in das Planungstool Zervice einzuspielen, damit Mediaplanung nach Soziodemografie, Herkunft oder Anschaffungswünschen gezielt vorgenommen werden kann.

Förderer des Onlinemarktes

Ziel ist es, den Mitgliedern erste Daten ab April 2021 vorzulegen, ab Herbst 2021 ist der Echtbetrieb und der Planungsdatensatz in Zervice geplant. Doppelhofer: „Unser Ziel ist ganz klar die ÖWA 2.0 im Zeitplan umzusetzen.”

In der Generalversammlung wurde von den Mitgliedern auch ein neues Preismodell ab 2021 beschlossen, über das sich auch Gerlinde Hinterleitner erfreut zeigt: „Mit der neuen ÖWA setzen wir ein klares Zeichen für und in den Online-Markt, der weiter an Bedeutung gewinnen wird.”
Die steigende Bedeutung des Onlinemarkts spiegelt sich selbstredend auch in der nationalen (Werbe-)wirtschaft wider, als deren Förderer sich die ÖWA unter anderem versteht. „Die ÖWA ist eine österreichische Währung, die für Transparenz und Unabhängigkeit steht und die Vergleichbarkeit von Online- Angeboten am österreichischen Werbemarkt garantiert. Damit fördern wir den Online-Markt in Österreich”, erklärt Doppelhofer und ergänzt: „Gerade die Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass die Förderung innerstaatlicher Wertschöpfungsketten ein wichtiger Bestandteil einer modernen Medien- und Wirtschaftspolitik sein muss.”
Im Juni wurden außerdem die Mitglieder des ÖWA-Vorstands neu gewählt, die seit Anfang Oktober nun für zwei Jahre im Amt sind. (ls)

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