WIEN. freude.agency baut den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiter aus und setzt dabei auf einen sogenannten Upstream-Ansatz. Die Agentur nutzt Agentic AI nicht primär in der Kreation, sondern bereits zu Beginn der Wertschöpfungskette in Briefing, Analyse und Strategieentwicklung. Damit solle laut Agentur der größte Hebel für wirksame Kommunikation liegen.
Von Kreation zur Strategie
Moritz Wieser, Data Strategist bei freude.agency, erklärte, die Agentur habe bereits 2022 eine vollständig KI-generierte Kampagne umgesetzt. Damals habe der Fokus auf generativen Tools für Bildmaterial und Text gelegen. Heute zeige sich, dass das transformative Potenzial vor allem in der strategischen Arbeit liege. „Das wahre transformative Potenzial liegt nicht in der Kreation, sondern in der Strategieentwicklung“, so Wieser.
Upstream AI im Einsatz
Unter dem Begriff „Upstream AI“ setzt freude.agency Agentic AI mit Retrieval Augmented Generation bereits in frühen Projektphasen ein. Die KI analysiere unter anderem Social-Listening-Daten, simuliere Zielgruppenfeedback und identifiziere Zielkonflikte in Briefings. Laut Wieser entstünden dadurch evidenzbasierte Strategien ohne klassische Marktforschungsprozesse und deren Zeit- und Kostenaufwand. Von der ersten Idee bis zur Kampagne werde mit KI-gestützten Insights gearbeitet.
Mensch bleibt in der Kontrollrolle
Der Ansatz der Agentur setze auf kollaborative Systeme. Die KI liefere Daten und Analysen, während die kreativen Entscheidungen beim Menschen blieben. Ziel sei es laut Wieser, Teams von Routinetätigkeiten zu entlasten und Freiräume für kreative Arbeit zu schaffen.
Flexible Tool-Auswahl
Als unabhängige Agentur arbeite freude.agency tool-agnostisch und ohne feste Bindung an einzelne Anbieter. Dadurch könne jeweils die für den Anwendungsfall passende Technologie eingesetzt werden. Wieser verwies darauf, dass diese Flexibilität eine zentrale Voraussetzung für den Upstream-Ansatz sei.
Lernende Systeme und Weiterbildung
Kampagnen seien bei freude.agency als Feedback-Systeme angelegt, bei denen Performance-Daten wieder in Strategie und Briefing einfließen. Ergänzend bietet die Agentur praxisorientierte Workshops zur Anwendung von KI in der Kommunikationsarbeit an. Diese seien laut Wieser als Hands-on-Formate konzipiert, bei denen Teilnehmer innerhalb eines Vormittags eine komplette Kampagne umsetzen. (red)
