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Havas Village ruft zur Wahl-Info © Sebastian Phillip

Michael Göls

© Sebastian Phillip

Michael Göls

Redaktion 23.09.2020

Havas Village ruft zur Wahl-Info

Die Wiener Agentur-Gruppe organisiert ganz besondere Infoveranstaltung für Jungwählerinnen und Jungwähler.

WIEN. Im tagespolitischen Geschehen und Wahlkampf gehen viele Informationen unter, junge Menschen wissen nicht, welche Partei sie am besten vertreten kann. Deshalb will die Agenturgruppe Havas Villagge anlässlich der Wienwahl am
11. Oktober 2020 möglichst viele Erstwähler mit dem richtigen Grundwissen ausstatten.

Damit man darauf als junger Mensch möglichst gut vorbereitet ist, lädt Havas Village heute Nachmittag zu einem Info-Event der besonderen Art.

In jeweils 17 Minuten sprechen insgesamt fünf Personen über die Inhalte von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne und Neos. Sie selbst bekennen persönlich politisch Farbe, haben aber keine parteipolitische Funktion und führen keinen Wahlkampf. Darunter Coach und Autor Hannes Sonnberger (SPÖ), Wahlkampfberater Hellmut Schneider (ÖVP) und Unternehmer Stefan Sindelar (Neos). Moderiert wird die Veranstaltung von Sebastian Loudon.

Behandelt werden Fragen wie:

. Was ist „Sozialdemokratie“?
. Was bedeutet „christlich, sozial, konservativ“?
. Wofür steht die „Grüne Idee“?
. Was ist „Liberalismus“?
. Wofür steht das „Dritte Lager“?

Interessierte können heute, Mittwoch, um 16 Uhr in die Wiener Sandwirtgasse 16 in die Havas Village „Aula“ kommen, sich einen Überblick verschaffen und so am 11. Oktober informiert ein Kreuzerl machen. 

Um Anmeldung wird gebeten bei Markus Lustig oder Klajd Cela unter wien@havas.com bzw. via  Whatsapp an: +43 664 83 83 137.

Da es durchaus etwas ungewöhnlich ist, so eine Veranstaltung als Agentur auf die Beine zu stellen, haben wir den Initiator, Michael Göls, Gesamtgeschäftsführer Havas Österreich, um ein paar Antworten gebeten:

medianet: Herr Göls, wie kam es zur Idee für diese ganz besondere Info-Veranstaltung? 

Michael Göls: Ich bin sozusagen selbst Betroffener, wir haben einen Sohn, der am 11. Oktober zum Ersten Mal in Wien wählen darf. Man unterhält sich dann, spricht mit anderen 16-Jährigen und merkt, hier ist Interesse und Bedarf. Dann kam mir die Idee, das zu initiieren.

medianet: Welches Interesse hat man als Havas Village daran, junge Menschen auf ihre erste Wahl vorzubereiten?

Göls: Primär keines, sekundär sind in unseren Augen alle Unternehmen auch dazu verpflichtet, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen und diese verantwortungsvoll zu unterstützen.

medianet: Sie haben es sich selbst zu Aufgabe gemacht, junge Menschen zu informieren – aus Frust, dass es andere nicht tun? Und wer wäre in Ihren Augen dafür verantwortlich?

Göls: Ich versuche, zu handeln, bevor sich Frust aufbaut. Nein, ich hatte keinen Frust, ich schaue auch auf niemanden, der es nicht tut, wir tun's.

Wir sind alle für unsere Demokratie verantwortlich und jeder kann etwas beitragen. Wir haben als Agentur die Ressourcen, meine Kollegen aus dem Havas Village Management haben die Idee dankenswerterweise gleich voll unterstützt, und die Mitarbeiter bringen sich gern ein; wir versuchen, einen kleinen Beitrag zu leisten und freuen uns, wenn es zum Nachdenken anregt.

medianet: An wen richtet sich Ihre Veranstaltung?

Göls: An alle Personen, die in Wien am 11. Oktober zum ersten Mal wahlberechtigt sind und interessiert sind, sich eine Meinung zu bilden. Wir haben als Speaker keine Funktionäre, sondern Privatpersonen, die sich deklarieren, den nötigen 'Unterbau' haben und gern etwas weitergeben wollen. Das Format ist informativ und keine Diskussion, Tagespolitik ist ein 'Nicht-Ziel – große politische Linien darstellen und erklären, ist das Ziel.

medianet: Wie sind Sie selbst als junger Mensch an Ihr politisches Grundwissen gelangt?

Göls: Das war auch einer der Auslöser, ich habe das Gefühl, dass das früher viel präsenter war. Wir hatten schon in der Volksschule Kollegen, die sich im Fasching als Lenin verkleidet haben, und wir konnten das einordnen.

Auch habe ich es als positiv erlebt, dass meine Eltern uns nie gesagt haben, was sie wählen, uns aber erklärt haben, dass man auf alle Fälle wählen gehen muss, weil das eine demokratische Pflicht ist. Sonst natürlich Tageszeitungen, Theater, Geschichtsunterricht und viele Diskussionen mit Freunden. Ganz wichtig ist, denke ich, irgendwann den Unterschied zu erkennen zwischen 'politisch denken' und 'parteipolitisch denken' – der ist nämlich gewaltig. (red)

 

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