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Infoscreen setzt Expansion in Niederösterreich fort © Wolfgang Kern / Infoscreen

Sascha Berndl (Geschäftsführer Infoscreen), Monika Unterholzner (Geschäftsführerin Wiener Lokalbahnen).

© Wolfgang Kern / Infoscreen

Sascha Berndl (Geschäftsführer Infoscreen), Monika Unterholzner (Geschäftsführerin Wiener Lokalbahnen).

Redaktion 23.06.2021

Infoscreen setzt Expansion in Niederösterreich fort

Die Badner Bahn modernisiert ihren Fuhrpark und installiert Fahrgast-TV.

WIEN. Im Wiener Werk von Alstom (vormals Bombardier) sind die Arbeiten an den ersten neuen ­– und zugleich barrierefreien ­– Zügen der Badner Bahn gerade im Endspurt. Noch Ende dieses Jahres soll die erste der neuen Garnituren auf der Strecke zu sehen sein. Bis 2023 werden dann insgesamt 18 neue Garnituren zwischen der Wiener Oper und dem Badener Josefsplatz unterwegs sein. Infoscreen begleitet diese Modernisierung des Fuhrparks der von den Wiener Lokalbahnen (WLB) betriebenen Badner Bahn. Alle neuen Garnituren sind in Zukunft mit einem modernen Fahrgast TV-System mit insgesamt sechs Bildflächen ausgestattet, das neben detaillierten Streckeninformationen den bewährten Infotainment-Mix von Infoscreen liefert. Für Infoscreen ist das nach den Expansionsschritten in Salzburg und Wels der dritte große Netzausbau seit März 2020. Mit Vor-Corona-Fahrgastzahlen von 13,4 Millionen pro Jahr und bis zu 40.000 täglich, dürfte die Badner Bahn auch die Reichweite von Infoscreen beflügeln.

Mit 37 Garnituren bedient die Badner Bahn aktuell die 27 Kilometer lange Strecke vom Zentrum Wiens über Vösendorf, die Shopping City Süd, Wiener Neudorf, Guntramsdorf und Traiskirchen bis Baden. Bis 2023 ersetzen die 18 neuen Alstrom-Züge schrittweise ältere Garnituren. Für weitere Modernisierungs- bzw. Erweiterungsschritte hat die WLB eine Option auf 16 zusätzliche Züge. „Für uns war von Anfang an klar, dass die neuen Garnituren nicht nur einen Qualitätssprung im Reisekomfort, sondern auch in der Fahrgastinformation bringen müssen“, erklärt WLB-Geschäftsführerin Monika Unterholzner. Der Einbau der dafür nötigen Hardware ist im Alstom-Werk unterdessen Teil des Produktionsprozesses. „Dass Infoscreen der perfekte Partner für die Fahrgastinformation und die Vermarktung ist, hat sich schnell abgezeichnet.“ So überzeugen die neuen barrierefreien, klimatisierten und videoüberwachten Garnituren mit mehr Sitzplätzen, zusätzlichen Plätzen für Rollstühle und Kinderwägen, sowie mit einer bisher unerreichten Qualität an Streckeninformation.

Neue Qualität der Streckeninformation
Sechs 29-Zoll-Stretch-Infoscreens – zwei Einzeldisplays und zwei Doppeldisplays – sind pro Garnitur installiert. Diese zeigen neben dem Streckenverlauf, Umsteigemöglichkeiten, Verzögerungen oder Baustellen auch Ausstiegshindernisse (wie eine Lücke zwischen Zug und Bahnsteig) oder Bedarfshaltestellen an und informieren außerdem über die Ausstiegsrichtung. „Dafür stehen wir derzeit in sehr intensivem Austausch mit den WLB, damit wir die gesamte Strecke mit all ihren Besonderheiten exakt anzeigen können“, erklärt Infoscreen-Technikchef Marco Zaia-Eichberger. Aktuell arbeitet die Grafik-Abteilung des Fahrgast TV-Senders intensiv daran, Piktogramme und Kurztexte zu entwerfen, mit denen diese Informationen prägnant kommuniziert werden können. „Die Streckeninformation, die wir mit der WLB entwickeln, hat eine besonders hohe Qualität und könnte einen neuen Standard setzen“, glaubt Zaia-Eichberger.

50 Prozent Pendler, hohe Seherbindung
Dass mittlerweile Infoscreens in öffentlichen Verkehrsmitteln immer mehr zum Standard werden, erleichtert dessen Technik-Team die Arbeit enorm. „Wir haben es in den neuen Alstom-Zügen für die WLB mit Hardware zu tun, die wir schon aus den Wiener Straßenbahnen kennen“, sagt Infoscreen-Geschäftsführer Sascha Berndl. Deshalb reicht es, wenn die Techniker lediglich die Inbetriebnahme in der Remise begleiten. Danach können alle Bildflächen einzeln von der Infoscreen-Zentrale aus bespielt werden. Rund die Hälfte der vor Corona rund 13,4 Millionen Fahrgäste sind Pendler. Darin sieht Berndl eine reizvolle Herausforderung für seine Redaktion und die Werbekunden. „Natürlich wollen wir diese Zuseherinnen und Zuseher schon am Weg in die Arbeit mit den wichtigsten Informationen zum Tag versorgen und uns so zum selbstverständlichen medialen Begleiter durch die Woche machen.“ Diese hohe Seherbindung werde gleichzeitig auch Rückenwind für die Vermarktung bringen. „Konsumenten, die man an allen Werktagen zu fixen Sendezeiten erreicht, sind für die werbetreibende Wirtschaft eine Zielgruppe, für die es sich lohnt, neue kreative Konzepte zu entwickeln“, ist Berndl überzeugt. (red)

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