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Man muss weiter dagegenhalten
Redaktion 09.09.2022

Man muss weiter dagegenhalten

Im Kampf gegen Fake News hilft leider nur eines: Dagegenhalten und weiter erklären, wie es ist.

Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli

MÜHSAL. In letzter Zeit tauchen immer wieder Berichte diverser Qualitätsmedien auf, wo, weil aktuell, etwa die Sanktionspoltik gegen Russland vermeintlich kritisch – natürlich mit Pro und Kontra – hinterfragt wird.

Auf den ersten Blick wirkt alles seriös und vor allem überraschend, weil es in Medien steht, die bisher für eine unter Umständen russlandkritische Haltung bekannt waren.
Rege geteilt, können dann die Putin-Versteher quasi mit Recht darauf hinweisen, dass selbst die europäische intellektuelle Elite die ganze Causa kritisch sieht.
Nur: So ganz einfach ist es eben nicht.

Gut gemachte Fakes als echte Gefahr

Wirft man nämlich einen Blick etwa auf die URL des Artikels, so wird recht schnell klar, dass sie sicher nicht auf der Website des Mediums erschienen ist, von dem sie vorgibt, Teil zu sein.

Nur: wer tut das schon.

Und da ist der Schaden schon angerichtet und auch bei jenen, denen klar ist, was hier gerade in etwa in der Ukraine passiert, ist ein Korn des möglichen Zweifelns gesät.

Und so kann das mit vielen Themen geschehen. Trolle verbreiten als echte Nachrichten verkleidete Fake News, die auf den ersten Blick also solche nicht zu erkennen sind. Quasi ein mediales Trojanisches Pferd.

Was kann man da machen? Hoffentlich das, was man schon immer getan hat: Aufklären, auf den Betrug hinweisen und jene, die auf die Camouflage hereingefallen sind, eventuell auch selbst dazu bringen, Dinge eigenständig zu hinterfragen – kann das wahr sein, was da steht? Was ist die Quelle, macht das Sinn und passt es zu Dingen, die etwa dieses Medium zum gleichen Thema zuvor gemacht hat?

Dass übrigens auch Medien, die sonst sorgfältig arbeiten, mal „Skandal” schreien, wo keiner ist, sieht man an der Berichterstattung zur Causa Wien Energie – die Frage ist, ob sie es auch öffentlich bekennen werden. Es warat quasi wegen der journalistischen Sorgfaltspflicht.

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