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Modern Branding © Severin Wurnig

Phil Hewson, Erich Falkner, Patrik Partl und Fred Reiss.

© Severin Wurnig

Phil Hewson, Erich Falkner, Patrik Partl und Fred Reiss.

Redaktion 21.01.2022

Modern Branding

Bei der Agentur Brokkoli Advertising Network gilt: „No ­Bullshit” und Green Thinking: Phil Hewson und Patrik Partl im Talk.

••• Von Chlodwig Petzl

WIEN. Das, was bei uns über dem Eingang steht, ist Value und das, was wir ständig erzeugen wollen, ist ein Wert”, so Patrik Partl und Phil Hewson im gemeinsamem Interview mit medianet.tv. Sie sind zwei der vier Gründer der Werbeagentur Brokkoli Advertising Network. „Der Wert einer guten Zusammenarbeit, der Wert, den die Markenkommunikation für Kunden hat, denn am Ende geht es um messbare Erfolge”, so die beiden.

Für sie gilt: Kein „Werber-Bullshit”, wie es Partl und Hewson auf den Punkt bringen. Gemeinsam mit Fred Reiss und Erich Falkner eröffneten sie 2019 die Werbeagentur, in deren Zentrum immer die Suche nach der „genialen Idee” steht. Dass man heuer auch gleich bei den Effie Awards in der Kategorie „Transformation für eine Kampagne” für die Firma Fundermax prämiert wurde, bestätigt die Arbeitsweise der Geschäftsführung und ihres 20 Mitarbeiter starken Teams.
„‚No Bullshit' heißt: Wir versuchen alles, was Unsinn ist, wegzulassen.” Während also im Team der Fokus auf das Wesentliche gelegt wird, ist auch die Kundenorientierung entscheidend: „Wir arbeiten mit den und für die Kunden und verstehen uns als Dienstleister. Wir sehen uns als Beziehungsmanager”, so Partl.
Die Pandemie hat das Wachstum der Agentur nicht aufgehalten – man hat Kunden hinzugewinnen können, mittlerweile betreut die Firma 30 Marken, unter anderem Nah&Frisch und die ÖBB. Und: Auch in Pandemiezeiten sei der Dienstleistungsgedanke natürlich die treibende Kraft. So hat man für langjährige Partner aus der Comedy-Branche den Comedy Palast gestaltet, den, laut Brokkoli, ersten unabhängigen Paystream-Kanal für heimische Comedy-Programme.

Green Thinking

Zwei zukunftsbestimmende Themen für Agentur und Kunden sind die fortschreitende Digitalisierung und der Klimawandel. „Die Hauptkommunikationsthemen der Firmen werden in Zukunft wahrscheinlich nach Green Thinking, ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien ausgewählt. Viele Kunden schwenken bereits um auf eine CO2-neutrale Produktion, als Werbetreibender müsse man in dieser Sparte mit dem Kunden mitlernen. Um die Anliegen der Kunden und Industrie zu verstehen, muss man die Prozesse verstehen. Das Green-Tech-Thema ist auch ein sehr technisches”, so Partl.

Für die Digitalisierung fühlt man sich gerüstet. So kann man laut Hewson von Social Media bis digitale Strategien alle wichtigen Themenbereiche abdecken. Die Zukunft sieht man ohnehin im kreativen Bereich, denn der ließe sich nicht wegdigitalisieren. „Für uns ist die Zukunft ganz klar in der kreativen Beratung angesiedelt, das ist das, wo wir hin wollen in der Zukunft.”

Digitalisierung als Chance

Auch die Kundennähe wird trotz Digitalisierung weiterhin ein Thema sein, denn: „Werbung ist ein Peoples Business, es geht um Vertrauen. Vertrauen kommt durch persönliche Zusammenarbeit”, so Hewson und Partl.

Jetzt schon bemerkbar macht sich die Digitalisierung auf dem Mitarbeitermarkt. Zum einen ist auch in der Werberbranche die Nachfrage nach Fachkräften groß; insbesondere die nach Web Developern und Mitarbeitern für die kreative IT und nach „digital fittem Nachwuchs” sei in der Werbung sehr gefragt, so Hewson.

Pandemie als Katalysator

Zum anderen hat sich auch das Verhältnis zur Arbeit gewandelt. „Im Gegensatz zu früher haben sich die Arbeitsmodelle verändert. Die Nachfrage nach effizienteren Arbeitsmethoden und Homeoffice ist groß. Man will die Digitalisierung als Chance sehen. Denn viele Firmen haben durch die Pandemie bereits umgestellt. Darüber hinaus öffnet sie den Markt für kleinere wendigere Agenturen, wie Brokkoli, und verändert diesen so”, ergänzt Hewson. Insgesamt blickt man optimistisch in die Zukunft. Laut Partl hat man im vergangenen Geschäftsjahr ein Wachstum zwischen 15 und 20% verzeichnet und den Kundenstamm auch im Lockdown vergrößern können. Neben der Strategie und dem digitalen Know-how will man als Agentur aber weiterhin die Idee und den kreativen Aspekt in den Fokus stellen: „Die Idee ist das, was wir am besten können. Dafür brennen wir”, so Partl.

Das gesamte Interview sehen Sie auf: tv.medianet.at/video/agency-log-geniale-ideen-sind-unser-job

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